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Meistermangel bei Schornsteinfegern: Längere Wartezeiten

Schon heute gibt es Probleme, Kehrbezirke in Thüringen mit Schornsteinfegermeistern zu besetzen. Dieser Mangel könnte sich verschärfen - mit Folgen für die Kunden.
Situation der Schornsteinfeger in Sachsen-Anhalt
Ein Schornsteinfeger steht auf dem Marktplatz in Wernigerode vor einem Wohnhaus. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

In Thüringen gibt es Sorge vor einem Mangel an Schornsteinfegermeistern. «Wir haben in den kommenden Jahren eine große Verrentungswelle und rechnen mit einem Wegfall von 30 bis 40 Prozent», sagte Justus Schrader vom Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger Mitte. Es fehle aber der Nachwuchs, um diesen starken Ausfall auszugleichen. In Thüringen sei die Meisterquote im Vergleich zu anderen Bundesländern extrem niedrig. Viele Schornsteinfeger wollten lieber als angestellte Gesellen arbeiten.

Ähnliches berichtete der Vorstand Aus- und Weiterbildung der Thüringer Schornsteinfegerinnung, Sebastian Schilling. «Wir kommen mit Lehrlingen und Gesellen gut hin. Aber es fehlen Gesellen, die sich selbstständig machen wollen.» Diese Bereitschaft nehme ab. Hintergrund sei auch, dass angestellte Schornsteinfeger vergleichsweise gut verdienten. Der Schritt auf die Meisterschule und dann in die Selbstständigkeit erscheine einigen vor diesem Hintergrund nicht so attraktiv, zumal dann viel Bürokratie anfalle.

Längere Wartezeiten für Kunden

Das führe schon heute dazu, dass einige der etwa 200 Kehrbezirke im Freistaat länger nicht besetzt werden könnten. Sie würden dann umliegenden Schornsteinfegern zugewiesen. Die Folgen für die Kunden sind laut Schilling auch längere Wartezeiten: «Wir haben viel längere Anfahrten. Und wenn jemand in einem kleinen Dorf eine schnelle Abnahme haben will, muss er unter Umständen mehrere Wochen warten, bis dort mehrere Leute zusammenkommen.»

Bei den Ausbildungszahlen zeichnet sich laut Schilling nach einem Knick im Vorjahr wieder eine Erholung ab. Aktuell lägen bereits 16 Lehrverträge für das im August startende Lehrjahr vor. Im Jahr 2023 hätten nur neun junge Menschen ihre Ausbildung begonnen, in den beiden Jahren zuvor seien es 14 und 15 gewesen. Es gebe auch wieder mehr Bewerbungen. Die Schornsteinfeger seien nun in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Tiktok viel präsenter.

Die Branche steckt laut Schilling und Schrader derzeit in einem Umbruch: Gas- und Öl-Heizungen seien irgendwann nicht mehr da, stattdessen stünden vermehrt Energieberatungen oder Abnahmen von Wärmepumpen auf dem Plan. «Wir waren immer das Handwerk, das klassisch schwarz und dreckig durch die Gegend läuft. Das wandelt sich jetzt», sagte Schrader.

© dpa
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