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Lage im Hochwassergebiet im Landessüden dank Frost stabil

Im Hochwassergebiet in Mansfeld-Südharz kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen die Wassermassen. Der Frost ist da, die Pumpen laufen weiter. An Helme und Thyra fallen die Wasserstände - wenn auch sehr langsam.
Hochwasser in Sachsen-Anhalt - Oberröblingen
Ein Fahrzeug der Bundeswehr fährt an einem Tuch mit dem Wort "Danke" vorbei. © Heiko Rebsch/dpa

Seit Tagen nur Sandsäcke, Schubkarren und schweres Gerät: Mit vereinten Kräften ist am Wochenende der bisher erfolgreiche Kampf gegen das Hochwasser im Landkreis Manfeld-Südharz weitergegangen. Die Lage in dem Gebiet rund um Öberröblingen stabilisierte sich nach Angaben des Landkreises am Sonntag deutlich. «Das Wetter spielt uns endlich in die Karten», sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Sangerhausen der Deutschen Presse-Agentur. In der Nacht zu Sonntag hatte angekündigter Frost eingesetzt, zudem ist kein Regen in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in Sachsen-Anhalt in der kommenden Woche weiter mit extremer Kälte, Schnee und Sonnenschein.

Trotz herrschender Minusgrade beförderten installierte Pumpen am Sonntag weiter Wasser von den überschwemmten Wiesen zurück in die Helme. Nach Landkreisangaben sind zwei Hochleistungspumpen des Technischen Hilfswerks am Helme-Ufer in Oberröblingen im Einsatz - sie können 5000 und 15 000 Liter Wasser pro Minute pumpen, hieß es.

Am Sonntag fiel wegen der Bedingungen vor Ort die Entscheidung, dass die rund 200 eingesetzten Zeit- und Berufssoldaten nur noch bei Tageslicht arbeiten. Das hatte die Bundeswehr eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit anderen Kräften entschieden. Die Bedingungen gäben die Arbeit vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang momentan nicht her, sagte eine Bundeswehrsprecherin. An den Deichen sei eine deutliche Durchnässung sichtbar, hieß es. Nach Angaben des Landkreises wurden allein am Sonntag rund 63 000 Sandsäcke verbaut. Einen Tag zuvor waren es 50 000.

Die Soldatinnen und Soldaten sichern seit Freitag vor allem Deichanlagen - seit Samstagmittag helfen rund 20 Soldaten zivilen Freiwilligen auch bei der Befüllung von Sandsäcken, wie es hieß. Seit Tagen sind Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischen Hilfswerk sowie unzählige Freiwillige im Dauereinsatz. Die Menschen vor Ort helfen auch bei deren Versorgung - jemand hat «Danke» auf ein Bettlaken geschrieben und es in Öberröblingen an einen Zaun gehängt.

Ebenfalls am Sonntag wurde entschieden, dass mehrere Schulen wieder öffnen. Der Betrieb am Gymnasium in Kelbra, der Grundschule sowie der Sekundarschule in Roßla und der Grundschule in Wallhausen laufe am Montag wieder normal, teilte der Landkreis Mansfeld-Südharz am Sonntagabend mit. Die Grundschule in Kelbra bleibe jedoch noch bis einschließlich Mittwoch geschlossen, hieß es. Der Landkreis hatte am 2. Januar mitgeteilt, dass die Schulpflicht in einigen Orten ausgesetzt wird.

Um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen, war am Sonntag auch der Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant André Bodemann, nach Sangerhausen gekommen. «Sie alle leisten großartiges, egal ob in Zivil oder in Uniform», lobte der Generalleutnant die Arbeit vor Ort. Die Bundeswehr bleibe, solange sie gebraucht werde. Während des Besuchs schilderte Landrat André Schröder (CDU) die Lage vor Ort. Die Stellen zum Verbauen der Sandsäcke seien derzeit wegen der starken Aufweichung des Bodens eine große Herausforderung. «Für eine Lösung hoffen wir auf das Know-how der Bundeswehr.»

Die Helme fließt von Thüringen in die Talsperre Kelbra, anschließend weiter durch Mansfeld-Südharz und bei Mönchpfiffel-Nikolausrieth dann wieder nach Thüringen. Laut Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg war die Wasserführung in den Zuflüssen zur Talsperre am Sonntag weiterhin rückläufig. Derzeit wird Wasser aus der Talsperre Kelbra zur Entlastung kontrolliert in die Helme abgelassen. Dadurch waren deren Pegelstände gleichbleibend hoch geblieben - der Wasserstand am Pegel Bennungen betrug am Sonntagnachmittag stabile 2,41 Meter.

Auch der Zufluss aus der Thyra, die nahe der Talsperre aus Richtung Harz in die Helme fließt, geht nach Angaben der Hydrologen zurück. Ihr Wasserstand am Pegel Berga sei weiter leicht fallend, hieß es.

© dpa
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