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Carsharing ist nur in den großen Städten ein Thema

Kein eigenes Auto besitzen, sondern nur gelegentlich Carsharing-Angebote nutzen: In Sachsen-Anhalt ist das fast nur in größeren Städten möglich. Und auch dort war der Ausbau einmal besser.
Städte in Sachsen setzen bei Mobilität auf Carsharing
Ein Transporter des Carsharing-Anbieters Teilauto parkt an einer Station in Leipzig. © Hendrik Schmidt/dpa

Carsharing ist bislang fast ausschließlich in den großen Städten in Sachsen-Anhalt ein Thema. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt, gibt es mit Ausnahme des Harzes fast nur in den größeren Städten des Landes entsprechende Angebote. Mit größerem Abstand liegt Halle an der Spitze. Daten des Bundesverbands Carsharing zeigen aber auch, dass in den vergangenen Jahren andere Städte in Deutschland ihre Angebote deutlicher ausgebaut haben als die Städte in Sachsen-Anhalt.

Halle hat nach Angaben des Bundesverbands die meisten Carsharing-Autos in Sachsen-Anhalt. Mehr als 210 Fahrzeuge stehen hier demnach zur Verfügung. Im bundesweiten Vergleich lag Halle beim letzten Städteranking von 2022 auf dem 20. Rang. Auf 1000 Einwohner kommen nach den Berechnungen des Verbandes 0,88 Carsharing Fahrzeuge. Magdeburg belegte dabei den 63. Platz. Vor zehn Jahren lag Magdeburg noch auf dem 29. Platz, Halle auf Platz 18.

Derzeit werde in Halle an einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept gearbeitet, das in Kürze fertiggestellt wird. Darin sei auch die Ausweitung von stationärem Carsharing in den verschiedenen Stadtquartieren und an Haltestellen beschrieben.

Mehrere Kommunen und Landkreise im Harz haben sich im vergangenen Jahr mit der Ein-Harz-Initiative zusammengeschlossen, um ein übergreifendes Carsharing-Netzwerk zu etablieren. Bei den insgesamt 16 Standorten im Harz sind in Sachsen-Anhalt Wernigerode und Halberstadt dabei. Die Auslastung entspreche dabei positiv den Erwartungen, sagte eine Sprecherin der Stadt Wernigerode. Dort gebe es auch in den verschiedenen Ortsteilen zunehmendes Interesse.

Erst vor wenigen Wochen hat Aschersleben einen Vertrag für ein Carsharing-Angebot abgeschlossen. Daneben gibt es noch speziell ausgeschriebene Parkplätze in den Städten Wittenberg und Dessau-Roßlau. Aus den weiteren Städten und Kommunen im Land hieß es, dass dort aufgrund der ländlichen Strukturen die Nachfrage nur sehr gering sei und es daher keine Angebote gebe.

Darauf verweist auch der BUND in Sachsen-Anhalt. Carsharing sei ein gutes Werkzeug, dass es Menschen ermögliche, ein Auto zu nutzen, ohne einen eigenen PKW zu besitzen. Es fülle eine Lücke, sagte Landesgeschäftsführer Christan Kunz auf Anfrage, könne aber gerade im ländlichen Raum nur begrenzt Wirkung entfalten. Hier seien ausgefeilte ÖPNV-Angebote der wohl wichtigste Baustein für die Verkehrswende.

© dpa
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