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Bundeswehr packt beim Hochwasser-Einsatz an der Helme mit an

Beim Hochwasser an der Helme packt nun auch die Bundeswehr mit rund 200 Soldaten an. Noch immer ist die Lage angespannt, doch zumindest der angekündigte Dauerfrost könnte den Akteuren in die Karten spielen.
Hochwasser in Sachsen-Anhalt - Sangerhausen
Soldaten der Bundeswehr beziehen ihr Quartier in der Mammuthalle. © Jan Woitas/dpa

Rund 200 Soldaten haben zur Unterstützung im Hochwassergebiet in Sachsen-Anhalt am Freitag ihren Einsatz an der Helme gestartet. Nach Angaben der Bundeswehr sind damit aktuell erstmals auch Soldaten und nicht nur Gerät und Material der Bundeswehr in den Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen im Einsatz. Seit den Morgenstunden kamen Kräfte aus Thüringen und Schleswig-Holstein nach Sangerhausen - sie koordinierten etwa die geplanten Einsätze und stellten Feldbetten auf.

Die Soldaten sollen beim Füllen und Verteilen von rund 600.000 Sandsäcken helfen. Ziel sei zunächst, ein Deichstück entlang des Flusses Helme am Sangerhäuser Ortsteil Oberröblingen zu stabilisieren. Einem Amtshilfeantrag des Landkreises Mansfeld-Südharz folgend sollen die Soldaten zunächst bis zum 14. Januar vor Ort sein. Es bestehe immer die Möglichkeit, dass der Antrag verlängert werde.

Angekündigter Dauerfrost absehbar kein Problem

Unterdessen bereitet der angekündigte Wintereinbruch den Verantwortlichen keine große Sorgen. Der vorhergesagte Dauerfrost könnte bei der Abwehr des Hochwassers sogar hilfreich sein. «Das wird uns in die Karten spielen», sagte eine Sprecherin des Katastrophenstabs des Landkreises Mansfeld-Südharz am Freitag. Die Deiche und Hochwasserlast würden verfestigt. Allerdings könnten die Pegelstände nicht sinken, führte sie aus. Sie könnten allerdings auch nicht steigen, «weil wir kein Wasser ablassen können».

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in den kommenden Tagen mit Dauerfrost in der Region. Bei Temperaturen bis minus sechs Grad dürften einige Wasserflächen gefrieren, sagte ein Sprecher des DWD am Freitag. Die Meteorologen kündigten zudem regional Schneeregen und Schnee an. Die Mengen dürften sich aber in Grenzen halten, der Sprecher sprach von «leichtem Überzuckern». Laut DWD soll der Dauerfrost bis mindestens kommenden Donnerstag anhalten.

Bedroht von den Wassermassen im Landkreis Mansfeld-Südharz sind mehrere Orte entlang der Helme, unter anderem Oberröblingen, Berga, Thürungen oder Martinsrieth. Die Helme fließt von Thüringen in die Talsperre Kelbra, anschließend weiter durch Mansfeld-Südharz und bei Mönchpfiffel-Nikolausrieth dann wieder nach Thüringen.

Prognosen des Deutschen Wetterdienstes versprechen für die nächsten Tage Entspannung. Den Wetterexperten zufolge soll es am Freitag noch regnen. Ab Samstag werde es jedoch deutlich kühler, Niederschlag werde zu Schnee und die Temperaturen sollen selbst tagsüber mit vier Grad deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen.

© dpa
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