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Erste 400 Schulen für Startchancen-Programm ausgewählt

Schulen in schwierigen sozialen Lagen erhalten künftig mehr Geld von Bund und Land. Die ersten Schulen in Nordrhein-Westfalen wurden nun benannt - die meisten in Köln.
Erste 400 Schulen für Startchancenprogramm eingeladen
Schulministerin Dorothee Feller spricht bei einer Pressekonferenz. © Christoph Reichwein/dpa

In Nordrhein-Westfalen sind die ersten 400 Schulen in schwierigen sozialen Lagen ausgewählt worden, die ab dem neuen Schuljahr finanziell besonders unterstützt werden sollen. Die jetzt angeschriebenen Schulen - zumeist sind es Grundschulen - und die Schulträger können sich bis Mitte Mai entscheiden, ob sie Teil des Förderprogramms werden wollen. Die ersten Rückmeldungen seien bereits sehr positiv, teilte das Schulministerium am Freitag mit. Weitere 520 NRW-Schulen werden zum Schuljahr 2025/26 in das milliardenschwere Startchancen-Programm von Bund und Ländern aufgenommen,

Endgültig benannt werden die ersten 400 Startchancen-Schulen in NRW bis zum 1. Juni. Allein in Köln wurden im ersten Durchgang für das Programm mehr als 30 Schulen - zumeist Grundschulen - eingeladen. In Essen wurden 28 Schulen angeschrieben, in Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen jeweils rund 20 und in Wuppertal 22 Schulen. In der Landeshauptstadt Düsseldorf bekamen 18 Schulen die Einladung zum Förderprogramm, in Bielefeld sind es 14 Schulen.

60 Prozent der Mittel aus dem Startchancen-Programm sind für die Primarstufe, besonders Grundschulen vorgesehen. Mit dem Rest werden weiterführende Schulen - zumeist Haupt-, Real- und Gesamtschulen - sowie Berufskollegs gefördert. «Das Startchancen-Programm ist für die Schulen enorm wichtig, um dabei zu helfen, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln», sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Ihr Haus werde die ausgewählten Schulen auf dem Weg begleiten und unterstützen.

Mit dem Startchancen-Programm wollen Bund und Länder gezielt bundesweit etwa 4000 Schulen in herausfordernden Lagen stärken, davon mehr als 900 in NRW. Im Fokus stehen die Vermittlung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Stärkung der sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

NRW erhält aus dem Startchancen-Programm rund 2,3 Milliarden Euro vom Bund und investiert Landesmittel bis zu demselben Umfang. Insgesamt sollen nach früheren Angaben des Ministeriums fast 250.000 Schülerinnen und Schüler in NRW von der zusätzlichen Förderung profitieren. Bei der Auswahl kann NRW auf einen aktualisierten Schulsozialindex zurückgreifen. Berücksichtigt werden dabei als zentrale Kriterien der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sowie die Armutsgefährdung.

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, Kai Gehring (Grüne), wies auf die Bedeutung der Schulförderung besonders auch im Ruhrgebiet hin. «Gerade für NRW und das Ruhrgebiet ist es eine wichtige Aufgabe, Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen endlich unabhängiger von ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen.» Mit dem Startchancen-Programm für Schulen in benachteiligten Stadtteilen griffen Bund und Länder «gezielt Schülerinnen und Schülern unter die Arme, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens groß werden». Die Auswahl der ersten 400 von 920 Schulen in NRW sei ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit, sagte der Politiker aus Essen.

© dpa
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