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Bildungsstiftung mit neuer Initiative für Brennpunkt-Schulen

Die Wübben Stiftung Bildung will Lehrkräften an Schulen in sozialen Brennpunkte Gehör verschaffen und Impulse geben. Im neuen Online-Angebot äußert sich ein Schulleiter aus Duisburg-Marxloh kritisch.
Klaus Hagge
Schulleiter Klaus Hagge steht in einer der Klassen der Gemeinschaftsgrundschule in Duisburg. © David Young/dpa

Um Schulen in schwierigen Lagen einen Schub zu geben und ihnen mehr Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen, hat die Wübben Stiftung Bildung ein neues Angebot gestartet. «SchuB - Online-Magazin für Schulen im Brennpunkt» richte sich in erster Linie an alle Menschen, die an und im Umfeld von Schulen in herausfordernder Lage in Deutschland - und damit an den sogenannten Startchancen-Schulen - arbeiteten, sie leisteten dort «Außergewöhnliches», betonte Stiftungsgeschäftsführer Markus Warnke.

Das Magazin zitierte in der ersten Ausgabe auch einen Grundschulleiter aus Duisburg-Marxloh, der sich kritisch zu einer Neuberechnung des Sozialindex in NRW äußerte. Er verstehe, «dass es nach den neuen Kriterien viele weitere Schulen gibt, die noch besser unterstützt werden müssen», schilderte Klaus Hagge. «Für meine Schule ist es aber fatal, dass wir jetzt eine unter vielen sind.» Die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse seiner Grundschule werde sinken, dabei brauche man mehr Hilfe, der Personalmangel sei gewaltig.

Der Schulleiter befürchtete: «Der Verteilungskampf unter den Schulen geht jetzt erst richtig los.» Bisher sei man eine von vier Schulen in NRW gewesen, die man mit Ziffer 9 als besonders förderungsbedürftig identifiziert habe. Nach den neuen Berechnungen ab dem kommenden Schuljahr sei aber von 136 solchen Schulen auszugehen.

Über das «Startchancen-Programm», auf das sich Bund und Länder geeinigt hatten und mit dem bundesweit etwa 4000 Schulen besonders unterstützt werden, sollen in NRW die ersten 400 Schulen schon ab dem neuen Schuljahr 2024/25 gefördert werden, wie das Schulministerium mitgeteilt hatte. Weitere Schulen würden im kommenden Jahr in das Programm aufgenommen. Für die Auswahl soll auch der schulscharfe NRW-Schulsozialindex Grundlage sein.

Bei der Auswahl werden der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte sowie die Armutsgefährdung zentral berücksichtigt.

Aus dem Startchancen-Programm erhält das bevölkerungsreichste Bundesland über eine Laufzeit von zehn Jahren rund 2,3 Milliarden Euro vom Bund und investiert seinerseits bis zu demselben Umfang in die gezielte Unterstützung der landesweit ausgewählten fast 1000 Schulen. 60 Prozent der Mittel sind für die Primarstufe vorgesehen. Mit dem Rest werden weiterführende Schulen und die Ausbildungsvorbereitung in Berufskollegs gefördert.

© dpa
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