Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Weniger politisch motivierte Kriminalität in MV

Zurück gingen Straftaten in Zusammenhang mit der Corona-Politik und mit dem russischen Überfall auf die Ukraine. Hingegen wurden mehr antisemitische und rassistische Delikte registriert.
Innenminister Christian Pegel (SPD)
Christian Pegel (SPD), Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns. © Markus Scholz/dpa

Die politisch motivierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zurückgegangen. Die Zahl der Fälle sank um 8,1 Prozent auf 1902, wie Innenminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag sagte. «Das Absinken der Zahlen beruht vor allem auf weniger politisch motivierten Straftaten im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Diskussionen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie oder über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.» Die Zahl der politisch motivierten Gewaltdelikte ging von 179 im Jahr 2022 auf 109 zurück - laut Minister eine Folge des rückläufigen Protestgeschehens.

Mehr antisemitische und rassistische Straftaten

Hingegen erreichten antisemitische Straftaten im vergangenen Jahr mit 115 Fällen einen Höchststand, wie Pegel hervorhob. Die Behörden registrierten nach seinen Worten 36 Fälle mehr als 2022. Die Taten seien zum Großteil von Rechtsextremen und von Menschen begangen worden, die den Terroranschlag der Hamas gegen Israel und den folgenden Krieg in Nahost als Anlass für Hetze gegen Juden im Allgemeinen genommen hätten. Bei rassistischen Delikten gab es den Angaben zufolge einen Anstieg von 316 Fällen im Jahr 2022 auf 439 Fälle.

Pegel: Rechtsextremismus größte Gefahr

Pegel betonte bei der Vorstellung der Zahlen, dass die größte Gefahr weiterhin vom Rechtsextremismus ausgehe. In dem Bereich habe es einen Anstieg der Straftaten um 19,9 Prozent auf 1369 gegeben. Meist handele es sich um sogenannte Propagandadelikte, wie das Zeigen des Hitlergrußes oder das Benutzen des Hakenkreuzes oder von SS-Runen. Rechtsextreme Gewalt habe leicht abgenommen, um zwei auf 79 Fälle. Linksextremisten verübten den Angaben zufolge 168 Straftaten und damit 3,4 Prozent weniger als 2022. Schwerpunkt waren demnach Sachbeschädigungen, sieben Gewaltdelikte von links wurden registriert.

Einen Anstieg auf niedrigem Niveau verzeichneten die Behörden bei der Kriminalität mit religiös-ideologischem Hintergrund. 28 Straftaten wurden registriert nach 12 im Jahre davor. «Dieser deutliche Anstieg ist auf die im Oktober bundesweit an öffentliche Schulen und Einrichtungen versendeten Bombendrohungen per E-Mail zurückzuführen. Auch wir hatten in unserem Land solche Fälle», erklärte Pegel. In einigen Fällen waren in den Schreiben Bezüge zur islamistischen Hamas sowie zum Gaza-Krieg hergestellt worden, in einem Schreiben zum Ukraine-Konflikt.

Tatort Internet

Immer mehr politisch motivierte Delikte geschehen laut Innenminister im Internet. «Leider haben wir im Jahr 2023 erneut einen Anstieg im Bereich der Hasspostings registriert, von 95 auf 154 Fälle», sagte er. Kritik, insbesondere auch im politischen Diskurs, müsse erlaubt sein, «aber üble Beleidigungen, Verleumdungen und Hetze sowie Bedrohungen mit der Androhung körperlicher Schädigungen bis hin zum Tod sind nicht tolerierbar».

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Lady Gaga und Tony Bennett
Musik news
Lady Gaga erinnert an Jazz-Musiker Tony Bennett
Erstes Deutschland-Konzert der britischen Band Coldplay
Musik news
Lichtermeer und Sommerregen - Coldplay spielt in Düsseldorf
People news
«Tatort»-Sommerpause hat 2024 Rekordlänge
Weltweite IT-Ausfälle
Internet news & surftipps
Bundesamt: Nach IT-Panne normalisiert sich Lage
Weltweite IT-Ausfälle
Internet news & surftipps
Microsoft: IT-Panne betraf 8,5 Millionen Windows-Geräte
Weltweite IT-Ausfälle - Los Angeles International Airport
Internet news & surftipps
Wie ein Fehler weltweite Computerprobleme auslöste
Fußball: 3. Liga: Fototermin FC Energie Cottbus
2. bundesliga
Nach Foul an Herthas Reese: Cottbus fordert Sachlichkeit
Flugverkehr am BER eingestellt
Reise
Technische Probleme an Flughäfen: Das sind ihre Rechte