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Regas hält an Zeitplan für LNG-Terminal in Mukran fest

Das umstrittene Rügener LNG-Terminal soll noch diesen Winter in Betrieb gehen. Klappt das?
Stand Rügener LNG-Terminal
Blick auf die Baustelle des Einspeisepunkts der Anbindungsleitung von Mukran bis zum Festland. © Stefan Sauer/dpa

Wird das an Rügens Küste entstehende Terminal für Flüssigerdgas (LNG) noch diesen Winter an den Start gehen? «An dieser Zusage halten wir nach wie vor fest», sagte ein Sprecher der Deutschen Regas der Deutschen Presse-Agentur. Demnach geht das Unternehmen von einer Ankunft des ersten der zwei eingeplanten Terminalschiffe in Mukran in den ersten Wochen des kommenden Jahres aus. Weder der Baufortschritt der Anlagen im Hafen noch der Anbindungspipeline durch die Ostsee stünden dem aktuell im Weg.

Auch der Gasnetzbetreiber Gascade strebt eine schnellstmögliche Fertigstellung der rund 50 Kilometer langen Anbindung von Mukran bis zum Festland an. «Der Zeitplan ist herausfordernd», sagte eine Sprecherin. Die Leitung ist weitgehend verlegt. Auch der von der Anlandestelle in Mukran ausgehende Teil ist bereits eingezogen. An der Station an Land, wo sich unter anderem große kugelförmige Absperrventile befinden, werde weitergearbeitet. Die Verbindung der Leitungsteile auf See hinge auch vom Wetter ab. Ursprünglich wollte Gascade dieses Jahr die Anbindung mechanisch fertigstellen. Das dürfte knapp werden.

Als erstes schwimmendes Terminal, auch FSRU genannt, soll die «Transgas Power» in Mukran festmachen. Sie ist derzeit noch als LNG-Tanker vor der Küste der USA unterwegs. Eine FSRU wandelt das per Schiff gelieferte Flüssigerdgas wieder in Gas um und speist es ins Netz ein. Die zweite für Mukran gedachte FSRU ist die «Neptune», die seit Anfang 2023 in Lubmin als Terminal eingesetzt wird.

Die «Neptune» soll nach Angaben der Deutschen Regas bis zum Ende der aktuellen Heizperiode weiter in Lubmin einspeisen. Ungefähr im April soll sie demnach Lubmin verlassen, in einer Werft gewartet und umgerüstet werden und im Sommer in Mukran stationiert werden. Derartige Pläne hängen laut Deutscher Regas auch vom Wetter ab.

Bislang kann die «Neptune» das LNG nicht direkt von großen Tankern übernehmen. Es muss stattdessen auf kleinere Tanker umgeladen und durch den relativ flachen Greifswalder Bodden transportiert werden. Durch den Wegfall dieses Shuttle-Verkehrs und durch die Stationierung zweier FSRU soll mehr LNG als bislang in Vorpommern angelandet werden können.

Damit das Terminal an Rügens Küste den Betrieb aufnehmen kann, fehlt noch eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Das Verfahren läuft noch.

Als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine hatte die Bundesregierung den Aufbau einer eigenen LNG-Importinfrastruktur forciert. Mehrere LNG-Terminals sind inzwischen gebaut worden. Ihr Anteil an Deutschlands gesamten Gasimporten ist allerdings gering, wobei Lubmin das Terminal mit der bislang geringsten Einspeisung der bereits betriebenen Terminals ist.

Kritiker sehen Umwelt und Tourismus durch das Rügener Terminal bedroht und sprechen von nicht benötigten Überkapazitäten. Der Bund hält es hingegen mit Blick auf die Energieversorgungssicherheit für notwendig.

© dpa
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