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Niederschlagsmanagement in Agrarbetrieben Thema

Die vielerorts starken Regenfälle in den zurückliegenden Wochen haben erneut die Alarmglocken klingen lassen. Gefahren lauern an vielen Stellen.
Güllebeseitigung
Ein Landwirt versucht mit Helfern Gülle von seinem Feld zu beseitigen. © Christoph Reichwein/dpa/Symbolbild

Nach den sintflutartigen Regenfällen jüngst im Süden Deutschlands hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) die Agrarbetriebe im Land aufgefordert, das Niederschlagsmanagement zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Wichtig sei, dass auch bei Starkregen keine schädlichen Substanzen in die Gewässer gelangten. «Die geregelte und korrekte Niederschlagswasserbeseitigung im ländlichen Raum, und dort im Speziellen auf landwirtschaftlichen Betrieben, stellt einen wichtigen Baustein zum Schutz von Grundwasser und Oberflächengewässer dar», betonte Backhaus am Mittwoch in Schwerin. Er verwies auf einen vom Ministerium in Auftrag gegebenen Leitfaden, der nun vorliege und Landwirten und Behörden helfe, die jeweilige Entwässerungssituation zu beurteilen und bei Bedarf Nachbesserungen vorzunehmen.

Würden Gülle, Mist, Silage-Sickersaft oder auch Gärreste von Biogasanlagen nicht vollständig und ordnungsgemäß gesammelt und gelagert, könnten diese etwa bei starkem Regen in Bäche, Flüsse und See gespült werden. Dies habe weitreichende Folgen. «Durch den Abbau der organischen Substanzen kommt es zu Sauerstoffmangel und es können in Kombination mit anderen Faktoren, wie hohen Temperaturen, stark fischgiftige Stoffe entstehen», erklärte Backhaus. Freigesetzte Pflanzennährstoffe könnten außerdem zur massenhaften Entwicklung von Algen führen. Auch die Beschaffenheit des Grundwassers könne sich letztlich weiter verschlechtern. Schon jetzt steht die Landwirtschaft in Verdacht, durch das Ausbringen von Dünger maßgeblich für die vielerorts hohen Nitratwerte verantwortlich zu sein.

«Eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Niederschlagswasserbewirtschaftung auf den Anlagen ist die Minimierung der Belastung des Niederschlagswassers am Anfallort. Hierfür ist eine verschmutzungsminimierende Flächenbewirtschaftung sowie regelmäßige Reinigung der Betriebsflächen und die getrennte Erfassung und Verwertung der hoch belasteten Teilströme erforderlich», machte Backhaus klar. Vorsorge sei allemal besser als Nachsorge. Der Leitfaden enthalte dazu alle wichtigen Informationen, biete Lösungsansätze, enthalte aber keine neuen rechtlichen Anforderungen.

© dpa
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