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Kühe in Experiment mit Vogelgrippe-Virus infiziert

Nach einer überraschenden Reihe von Vogelgrippe-Infektionen bei Milchkühen in den USA haben Forscher am Friedrich-Loeffler-Institut Greifswald ein Experiment gestartet. Erste Ergebnisse liegen vor.
Friedrich-Loeffler-Institut
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude und Verwaltungsgebäude des Friedrich-Loeffler-Instituts. © Stefan Sauer/dpa

Forschern in Greifswald ist es gelungen, Kühe mit Vogelgrippe-Viren eines Wildvogels aus Deutschland zu infizieren. Das aktuelle H5N1-Virus, mit dem die Tiere über die Zitzen infiziert worden seien, habe sich im Euter vermehrt und die Milchkühe hätten eindeutige Krankheitssymptome wie starken Milchrückgang, Veränderung der Milchkonsistenz und Fieber gezeigt, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald auf seiner Internetseite mit. Das FLI ist ein Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Anlass für das im Mai gestartete Experiment war eine Infektionsreihe in den USA. Das seit Ende März aus den USA gemeldete Infektionsgeschehen mit dem Vogelgrippevirus betrifft Dutzende Betriebe in mehreren Bundesstaaten. In Milchproben erkrankter Rinder wurden zum Teil sehr hohe Viruslasten nachgewiesen. Wie das Virus die Kühe genau infiziert hat, ist einer FLI-Sprecherin zufolge noch unbekannt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält die von der Vogelgrippe bei Kühen ausgehende Gefahr für Menschen derzeit noch für gering, mahnte aber alle Staaten zu erhöhter Aufmerksamkeit für mögliche Infektionen. Wissenschaftler befürchten, dass sich das hochpathogene Vogelgrippevirus weiter verändern und mehr Tierarten sowie auch den Menschen erfassen könnte.

Die Risikoeinschätzung des FLI ändere sich durch das Zwischenergebnis des Experimentes nicht, hieß es. Sowohl das Risiko des Eintrags des US-amerikanischen H5N1-Stammes (B3.13) in deutsche Rinderbestände als auch das Risiko der Infektion von Rindern mit in Europa vorkommenden H5-Viren werde für Deutschland als sehr gering eingeschätzt. Im Gegensatz zu den USA gebe es weder in Deutschland noch in anderen Ländern weltweit Hinweise auf ähnliche Infektionsgeschehen mit H5N1. Dennoch empfahl das FLI eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die direkte Infektion des Euters durch das Virus scheine von besonderer Bedeutung zu sein.

Das FLI untersuchte den Angaben zufolge vorsorglich auch rund 1400 Rinderserumproben von Kühen aus von Geflügelpest besonders betroffenen Regionen in Deutschland auf Antikörper und etwa 350 Tankmilchproben aus verschiedenen Regionen - mit jeweils negativem Ergebnis, wie es hieß. Insgesamt seien rund 1500 Tankmilchproben geplant.

© dpa
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