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Seehafen Kiel erzielt Rekord bei Umschlag und Passagieren

So viele Passagiere wie nie, fast acht Millionen Tonnen Waren und Güter: 2023 war für den Kieler Hafen ein Erfolgsjahr. Es gibt aber auch Probleme.
Seehafen Kiel
Fähren der Reederei Stena Line (l) und der Reederei Color Line liegen im Kieler Hafen. © Axel Heimken/dpa/Archivbild

Trotz allgemein schlechter wirtschaftlicher Entwicklung: Der Seehafen Kiel hat 2023 Jahr das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Der Gesamtumschlag von Gütern und anderen Waren stieg im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent auf knapp 7,9 Millionen Tonnen, wie Hafenchef Dirk Claus am Mittwoch sagte. «Das vergangene Jahr war ein erfolgreiches für den Kieler Hafen.» Finanziell habe 2023 ein positives Ergebnis gebracht. Genaue Zahlen nannte Claus aber nicht. Für 2024 zeigte er sich verhalten optimistisch.

Noch größer als beim Güterumschlag fielen die Zuwächse bei Passagieren aus. Deren Zahl stieg im Vergleich zu 2022 um 21,8 Prozent auf 2,82 Millionen. Darunter waren 1,64 Millionen Passagiere auf Fährschiffen und 1,19 Millionen Kreuzfahrtgäste. 217 Mal liefen Kreuzfahrtschiffe Kiel 2023 an. 2024 werden bislang 173 Anläufe erwartet. Anfang Januar machte das erste Kreuzfahrtschiff des Jahres fest. Weitere sollen in den kommenden Wochen folgen. Winterkreuzfahrten gewinnen nach Angaben des Seehafens an Bedeutung.

Kiel erwartet 2024 wieder etwa eine Million Kreuzfahrtpassagiere. «Diese hohe Passagierzahl bei etwas geringeren Schiffsanläufen hängt zum einen mit den großen Schiffsklassen zusammen, die Kiel in der kommenden Saison vermehrt ansteuern und zum anderen mit der erfreulich hohen Nachfrage im Kreuzfahrttourismus», sagte Claus. «Für uns ist das eine Größenordnung, die wir auf unseren Flächen und mit den etablierten Prozessen gut abwickeln können.» Ersten Ergebnissen einer derzeit in der Auswertung befindlichen Umfrage kämen 35 Prozent der Kreuzfahrtgäste mit der Bahn nach Kiel, weitere 5 Prozent mit dem Bus.

Erstmals sollen in der kommenden Saison 100 Schiffe im Hafen mit Landstrom versorgt werden. Am Ostseekai soll 2025 die Anlage erweitert werden. Dann können den Angaben zufolge sieben Schiffe im Hafen parallel mit Landstrom versorgt werden. 2023 wurde knapp die Hälfte der Kreuz- und Fährschiffe im Hafen mit Landstrom versorgt.

Bis 2028 will der Seehafen weitere 60 Millionen Euro in den Ausbau des sogenannten Ostuferhafens investieren. Dort wurde 2023 mit 3,46 Millionen Tonnen fast die Hälfte des gesamten Güterumschlags (45 Prozent) über die Kaikanten gehievt. «Für uns birgt der Ostuferhafen noch weitere Potenziale», sagte Claus. Mittelfristig sollen dort weitere Lager- und Logistikflächen entstehen, dafür hat der Hafen angrenzende Flächen erworben.

Zugelegt hat zuletzt wieder das Frachtgeschäft in Richtung Baltikum. Als Folge des russischen Krieges in der Ukraine hatte es 2022 noch niedrige zweistellige Mengenrückgänge gegeben. 2023 konnte sich das Frachtgeschäft leicht erholen und wies mit 2,62 Millionen Tonnen wieder einen positiven Trend auf.

Probleme bereitet weiterhin der Schienenverkehr. Die Preise stiegen und die Qualität sinke, sagte Claus. Vier von fünf Zügen seien 2023 verspätet gewesen oder gar ausgefallen. «So sucht sich die Ladung dann neue Wege.» Im sogenannten kombinierten Ladungsverkehr (Schiene/Straße) habe es in der Folge einen Rückgang um ein Viertel auf 28.900 Einheiten gegeben.

Grundsätzliches Verständnis habe er für die geplante Streichung von Diesel-Subventionen in Häfen, sagte Claus. «Die Vorlaufzeit von einem Jahr finde ich bedenklich.» Es gebe derzeit keine Elektro-Alternative zu den Hafenschleppern. Für den Kieler Hafen machten die Subventionen einen unteren sechsstelligen Betrag aus.

© dpa
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