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Madsen: Wir brauchen bis zu 13.000 Fachkräfte pro Jahr

Jährlich bis zu 13.000 qualifizierte Menschen fehlen auf Schleswig-Holsteins Arbeitsmarkt, wie Arbeitsminister Madsen warnt. Er setzt nun auf den Effekt eines neuen Gesetzes.
Claus Ruhe Madsen
Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen steht im Landtagsgebäude in Kiel. © Markus Scholz/dpa

Bis 2035 rechnen Experten in Schleswig-Holstein mit einem Bedarf an 180.000 zusätzlichen Fachkräften. Derzeit nähmen im Norden pro Jahr aber nur etwa 2200 Menschen aus sogenannten Drittstaaten eine Beschäftigung im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens auf, sagte Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. «Um aber unsere Lücke zu schließen, benötigen wir eine jährliche Netto-Zuwanderung zwischen 10.000 und 13.000 qualifizierten Menschen.» Er hofft auf Besserung durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

Das ist bereits schrittweise in Kraft getreten. Neu ist die Einführung einer sogenannten Chancenkarte auf Basis eines Punktesystems. Zu den Auswahlkriterien für arbeitswillige Einwanderer, die diesen Weg wählen, gehören Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Alter und Deutschlandbezug. Ausländische Fachkräfte müssen künftig ein Mindestgehalt von rund 43.800 Euro erreichen, statt wie zuletzt 58.400 Euro brutto jährlich.

Asylbewerber, die vor dem 29. März 2023 eingereist sind und eine Qualifikation sowie ein Jobangebot haben, sollen - wenn sie ihren Asylantrag zurücknehmen - eine Aufenthaltserlaubnis als Fachkraft beantragen können. Bislang musste man dafür erst ausreisen und sich dann vom Ausland aus um ein Arbeitsvisum bemühen.

«Das neue Einwanderungsgesetz kann die Fachkräfte-Lücke im Norden lindern», sagte Madsen. Er setze vor allem auf die Einführung des Branchenwechsels für alle sogenannten nicht-reglementierten Berufe. «Für Unternehmen in Schleswig-Holstein bedeutet das, dass sie internationale Fachkräfte mit einer in ihrem Heimatland abgeschlossenen Berufsausbildung auch für solche Tätigkeiten einstellen können, die nicht ihrem erlernten Beruf entspricht.» Auf diese Weise hätten Arbeitgeber künftig einen deutlich größeren Spielraum bei Einstellungen. Beispielsweise könne eine ausländische Fachkraft im Bereich Büromanagement künftig auch in der Logistik arbeiten.

Der Minister hofft auch auf Änderungen für Berufskraftfahrer aus Drittstaaten. Deren Einreise-Verfahren werde einfacher, sagte Madsen. «Zukünftig kann der Arbeitgeber entscheiden, ob die Deutschkenntnisse für die Tätigkeit ausreichen.»

Nach Ansicht von Madsen gibt es aber Nachbesserungsbedarf bei den Regelungen für den Westbalkan und bei kurzzeitiger Beschäftigung. Dadurch könnten saisonale Personalengpässe in den für Schleswig-Holstein wichtigen Bereichen Landwirtschaft und Gastronomie reduziert werden. Der Bund müsse für Verfahrenssicherheit bei der Umsetzung des Gesetzes sorgen. «Dafür braucht es eine Aufstockung der personellen Ressourcen in Visa-Stellen und Ausländerbehörden, um den aktuellen Bearbeitungsstau rasch abzubauen.»

© dpa
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