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Petrenko: Generationswechsel bei Berliner Philharmonikern

Die Berliner Philharmoniker gehören zu den weltweit führenden Orchestern. Aus Sicht von Chefdirigent Petrenko birgt der laufende Generationswechsel noch Entwicklungspotenzial.
Berliner Philharmoniker: Kirill Petrenko
Kirill Petrenko (M), Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker, steht mit den Philharmonikern auf der Waldbühne. © Fabian Sommer/dpa

Mit den Berliner Philharmonikern befindet sich eines der international führenden Orchester in einem Generationsumbruch. «Ich beobachte diesen Wechsel, für mich ist das nur positiv», sagte der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, am Freitag in Berlin. «Das kann nur bereichernd sein, weil diese junge Motivation gepaart mit der Erfahrung der Kollegen, die schon Jahrzehnte da sind, das ist das, was ein Orchester braucht.» Junge Menschen seien dabei «noch empfänglicher für eine Idee von mir, die vielleicht für Ältere nicht sofort überzeugend ist».

Petrenko verwies auf die basisdemokratische Struktur des Orchesters. «Ich finde das fantastisch. Die Musiker wählen ihre Mitglieder selbst und bestätigen sie auch selbst. Ich werde gefragt nach meiner Meinung und ich gebe sie auch gerne ab. Aber ich überlasse die Entscheidung komplett dem Orchester», so der Dirigent. «Bis jetzt sind wir sehr gut damit gefahren. Ich vertraue dem Orchester, dass sie nicht nur die Besten und auch die aufnehmen, die zu ihnen passen. Nicht nur künstlerisch, auch menschlich.»

Im multinational besetzten Orchester wird seit der Eskalation der Lage im Nahen Osten laut Petrenko auch kontrovers diskutiert. «Man muss die Sache fairerweise auch objektiv von beiden Seiten sehen», sagte Petrenko, der selbst Verwandte in Israel hat. «Man muss versuchen, mit beiden Seiten im Dialog zu bleiben, alles auf gegenseitigem Respekt.» Hassparolen und Hasstiraden könnten dabei nicht akzeptiert werden. Das Orchester setze auf die Wirkung der Musik. «Man kann sehr viel bewirken, weil Musik baut Brücken. Wir sind da in einer privilegierten Position, um das auch sozusagen zu leben.» Der Dialog in der Musik könne konsolidierende Wirkung zeigen.

Die kommende Saison eröffnen Philharmoniker und Petrenko am 23. August mit Anton Bruckners fünfter Sinfonie. Nicht nur für Berlin haben sich Orchester und Dirigent anspruchsvolle Programme mit klassischen Kolossen und zahlreichen jungen Werken vorgenommen. «Ich spüre einen großen Zuspruch des Publikums nach jedem Programm», sagte Petrenko.

Auch bei Gastspielen setzt Petrenko nicht auf gefällige Auswahl. «Als Berliner Philharmoniker soll unser Anspruch sein, in den Programmen Mut zu zeigen. «Wir müssen auch ein Festspielpublikum herausfordern.» Zu erleben sind die Philharmoniker und Petrenko bei der Festivaltournee im August und September mit Gastspielen bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival in Luzern und den BBC Proms in London. Außerdem mit Konzerten im November in den USA, bei den Osterfestspielen in Baden-Baden und schließlich im nächsten Mai mit Stationen in Amsterdam, Brüssel, Köln Essen und Künzelsau.

© dpa
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