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Ehefrau und Tochter angegriffen: 33-Jähriger gesteht

Die Frau liegt im Bett, als ihr Mann mit einem Messer auf sie einsticht. Er würgt dann die sechsjährige Tochter. Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Der Familienvater schildert eine Tat im Wahn.
Justiz
Das Gesetzbuch "Strafrecht" steht auf einem Tisch in einem Verhandlungssaal im Kriminalgericht Moabit. © Monika Skolimowska/dpa

Nach einem Angriff auf seine Ehefrau und seine sechsjährige Tochter steht ein Familienvater vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Der 33-Jährige habe die 38 Jahre alte Frau mit einem Messer angegriffen und gewürgt, als sie arg- und wehrlos im Bett lag. Auch das Mädchen soll er einige Sekunden gewürgt haben. Der Angeklagte hat zu Prozessbeginn am Montag die Attacke zugegeben und eine Tat unter Wahnvorstellungen geschildert. Er liebe seine Frau und seine Tochter über alles. «Ich bin froh, dass es ihnen den Umständen entsprechend gut geht.»

Der 33-jährige Deutsche hatte seine Frau laut Anklage in der Nacht zum 4. September 2023 zunächst mit einem Küchenmesser durch einen Stich in den Rücken verletzt. Sie habe zum Schutz die Arme erhoben. Anschließend habe er erst die Frau, dann auch die gemeinsame Tochter gewürgt. Der Mann habe am Abend zuvor darauf bestanden, dass das Mädchen im Ehebett schlafe, heißt es in der Anklage. Seine Frau sei es gelungen, ihm das Messer abzunehmen und seinen Griff an den Hals der Tochter zu lösen. Schließlich habe der Mann ein Messer gegen sich selbst gerichtet.

Als Motiv gab die Staatsanwaltschaft bei Anklageerhebung Verunsicherung des Angeschuldigten über seine berufliche und familiäre Zukunft an. Sein Plan soll den Angaben zufolge gewesen sein, Frau und Kind sowie anschließend sich selbst zu töten. Das Gericht geht nach Einholung eines psychiatrischen Gutachtens davon aus, dass der Angeklagte an einer psychischen Erkrankung leide. Seine Schuldfähigkeit könnte zum Zeitpunkt der Tat aufgehoben gewesen sein.

Der 33-Jährige, der als Manager in einem großen IT-Unternehmen tätig gewesen sein soll, sagte, sie hätten eine glückliche Ehe geführt und immer viel gearbeitet. «Dann hat sich eine Angst nach der anderen aufgebaut, die Gedanken kreisten», so der Angeklagte. Er habe sich ständig beobachtet gefühlt und einen Angriff auf seine Familie befürchtet. Der Prozess wird am 13. Mai fortgesetzt.

© dpa
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