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Tesla wählt Betriebsrat - IG Metall will Tarifvertrag

Protest gegen eine Erweiterung, Anschlag auf die Stromversorgung: Der Widerstand gegen Autobauer Tesla wächst. Die Beschäftigten wählen nun intern den Betriebsrat neu. Die IG Metall hat Forderungen.
Tesla
Tesla wendet sich gegen einen Tarifvertrag. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

In der einzigen europäischen Tesla-Autofabrik in Grünheide bei Berlin wird ab Montag ein neuer Betriebsrat gewählt - unter den Listen ist auch die IG Metall. Zur Wahl treten insgesamt neun Listen mit 234 Kandidatinnen und Kandidaten an. Die IG Metall, die mit 106 Kandidatinnen und Kandidaten dabei ist, will mehr Personal, längere Pausen am Band, planbare Freizeit, die Übernahme von Leiharbeitern, mehr Gesundheitsschutz - und einen Tarifvertrag durchsetzen.

«Wir sind für ein Tesla in Grünheide, das den Beschäftigten die in der Branche üblichen guten Arbeitsbedingungen bietet», sagte der IG Metall-Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen, Dirk Schulze. Die Gewerkschaft setzt sich für höhere Entgelte, kürzere Arbeitszeiten und mehr Urlaub sein. All das solle rechtssicher in einem Tarifvertrag zwischen der IG Metall und Tesla geklärt werden.

Tesla will keinen Tarifvertrag

Doch der US-Elektroautobauer wendet sich gegen einen Tarifvertrag. Werksleiter André Thierig hält einen Tarifvertrag nicht für nötig. Er kündigte am Mittwoch bei einem Besuch von Tesla-Chef Elon Musk jährliche Lohnanpassungen an. Die amtierende Betriebsratschefin Michaela Schmitz, die weitermachen will, hatte auf Gehaltserhöhungen bis zu 18 Prozent ohne Tarifvertrag verwiesen.

Um die Betriebsratswahl gab es Streit. Das Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) hatte die Betriebsratswahl am 13. Februar auf Antrag der IG Metall gestoppt. Die Gewerkschaft forderte mehr Zeit für die Vorbereitung. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschied dann, dass die Wahl nun doch wie geplant Mitte März erfolgen kann. Damit waren Tesla und der Wahlvorstand erfolgreich.

Die erste Betriebsratswahl war bereits im Februar 2022 - also noch vor der Eröffnung. Seitdem arbeiten viel mehr Menschen in der Fabrik in Grünheide - derzeit sind es nach Unternehmensangaben rund 12.500 Menschen.

© dpa
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