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Von Baum bis Böller: Wohin mit dem Feiertagsmüll?

Die Tanne kommt nicht in die Tonne, das ist klar. Doch was ist mit dem ganzen Rest: Kerzen, Kugeln, Knaller? So entsorgen Sie den Abfall nach den Festlichkeiten richtig.
Weihnachtsbaum entsorgen
Benutztes Geschenkpapier
Böllerreste
Kaputte Christbaumkugel

Ja, früher war mehr Lametta. Heutzutage haben diesen Schmuck weniger Leute am Baum - das ist gut so, schließlich ist das Bleihaltige von damals eh Sondermüll.

Trotzdem bleibt nach den Festtagen rund ums Jahresende eine Menge Müll übrig. Und so entsorgen sie ihn richtig.

Adventskränze: Trennung der Materialien

Adventskränze gehören in den Restmüll, da sie meist Draht, Styropor oder andere Kunststoffe enthalten können. Auch abgebrannte und ausgekühlte Wachskerzen wandern in die Restmülltonne. Getrenntes Tannenreisig können Sie jedoch über die Biotonne entsorgen.

Tipp: Wer seinen Adventsschmuck selbst gemacht hat, weiß, was drin und dran ist und kann das Material besser trennen und dann einzeln entsorgen oder wiederverwenden.

Geschenkpapier: Altpapier oder Restmüll?

Geschenkpapier - auch buntes und glitzerndes - gehört in die Altpapiertonne, schreibt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Ausnahme: Beschichtetes Papier wie Glacé-, Lack- und Chromopapiere muss in den Restmüll.

Weihnachtsbaumkugeln: Vorsicht bei der Entsorgung

Kaputte Glaskugeln gehören nicht in den Altglascontainer, sondern in den Restmüll, da sie oft mit Farbe und Dekoration überzogen sind. Zudem bestehen sie meist aus speziellem Glas, das höhere Schmelztemperaturen hat als normales Behälterglas.

«Wenn man das in den Altglas-Container tut, erschwert es das Glasrecycling, weil es beim Recycling zu Lufteinschlüssen kommen kann», erklärt Elena Schägg von der Deutschen Umwelthilfe. Auch Kunststoffkugeln muss man in die graue beziehungsweise schwarze Tonne werfen.

Es sei denn, es gibt in der Kommune eine Wertstofftonne. «Wer eine Wertstofftonne hat, darf da alles, was Kunststoff, Metall oder Verbundmaterial ist, reintun und somit eben auch eine Plastik-Weihnachtskugel», sagt Schägg. Aber: «Wenn zuhause nur der gelbe Sack zur Verfügung steht, dann gehört die Kugel in den Restmüll, weil sie keine Verpackung ist.»

Tipp der VKU: Ausrangierten Weihnachtsschmuck kann man oft spenden oder an Gebrauchtkaufhäuser abgeben.

Lametta: Wiederverwendung oder Sondermüll

Benutztes Lametta kann man wiederverwenden. Kunststoff- und Aluminiumlametta gehört in die Restmülltonne, während bleihaltiges Lametta über den Sondermüll entsorgt werden muss, empfiehlt der VKU. Bleihaltiges Lametta erkennt man an seinem Gewicht.

Lichterketten: Elektroschrott

Defekte Lichterketten gelten als Elektroschrott. Man kann sie beim Wertstoffhof oder bei größeren Elektrohändlern abgeben.

Weihnachtsbäume: Kompost oder Feuermaterial

«Wenn Weihnachten vorbei ist und man den Weihnachtsbaum loswerden will, informiert man sich am besten auf der Website des örtlichen Abfallentsorgers», sagt Schägg. «In der Regel gibt es spezielle Abholtermine der kommunalen Stadtreinigung.» Dann kann man die Bäume einfach direkt an die Straße stellen.

Wichtig: Den Baum muss man vorher komplett abschmücken. Und er darf nicht in Plastiktüten verpackt sein. Nur so können die Bäume anschließend weiterverwendet werden, etwa als Kompost oder Feuerungsmaterial, so der VKU.

Pyrotechnik: Sicherheit geht vor

Wer Böller, Knaller und Raketen abgeschossen hat, ist in vielen Kommunen dazu verpflichtet, seinen Silvestermüll zu entsorgen - und zwar auch von öffentlichen Plätzen und bitte zügig. Denn: «Abgebrannte Feuerwerkskörper enthalten diverse Chemikalien. Diese könnten durch Regen- und Schmelzwasser weggespült werden und dadurch Boden und Gewässer verschmutzen», erklärt der VKU.

Die Reste gezündeter Pyrotechnik gehören in den Restmüll. Abgebrannte Feuerwerkskörper darf man erst entsorgen, wenn keine Glut mehr vorhanden ist und sie vollständig ausgekühlt sind.

«Bitte achten Sie also darauf, dass die Feuerwerkskörper nicht mehr brennen, nicht heiß oder warm sind! Sonst könnte sich der Abfall in der Tonne entzünden», warnt der VKU.

Auch die Flaschen, die man vielleicht benutzt hat, nicht vergessen: Glasflaschen ohne Pfand nach Farben sortiert über die jeweiligen Glascontainer beseitigen.

Essensreste: Verwerten - und Vorsicht mit Fett

Für den Festtagsschmaus gilt: Aufgewärmt schmeckt er manchmal sogar noch besser. Aus vielen Bestandteilen eines Menüs kann man oft auch noch etwas Leckeres kochen. Knödel kann man etwa anbraten, aus Rotkohl eine Suppe kochen - und so Müll vermeiden.

Wer dennoch Reste entsorgen muss, sollte wissen: Fettreste niemals in den Ausguss oder gar ins Klo geben. Es kann klumpen und für Verstopfungen sorgen. Daher gehören Lebensmittel sowie Fondue- und Bratenfette in den Restmüll.

© dpa ⁄ Bettina Lüke, dpa
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