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Wie Frauen sich vor digitaler Gewalt schützen können

Ob Hasskommentare, Stalking oder Bedrohungen - auch im Internet erleben Frauen immer wieder Formen von Gewalt. Mit gezielten Schutzstrategien und Präventionsmaßnahmen lässt sich aber zurückschlagen.
Ein Auge, auf dem rotes Licht reflektiert
Frauen sind auch digital von Gewalt betroffen. © Henrik Josef Boerger/dpa-tmn

Ein kurzes Klingeln auf dem Smartphone am frühen Morgen - was für die meisten ein harmloser Hinweis auf eine ungelesene Nachricht ist, kann für manche Frauen ein Alarmsignal sein. Im Schatten des Internets wächst die Bedrohung durch Online-Hass, Cyberstalking und den Missbrauch persönlicher Daten.

Während leichte Sticheleien im Netz alltäglich sind, offenbart Nathalie Brunneke von der Frauenhauskoordinierung in Berlin, dass digitale Gewalt gegen Frauen häufig in den vertrauten Mauern ehemaliger oder bestehender Beziehungen wurzelt. «Es sind in den meisten Fällen Ex-Partner oder Partner, von denen die Gewalt ausgeübt wird», sagt Nathalie Brunneke.

Für Betroffene wird dadurch die Suche nach Hilfe zu einer gewaltigen Hürde. Die digitalen Pfade bieten Tätern unerwartete Mittel zur Ausübung von Kontrolle und Macht. Ein wichtiger Schritt sei jedoch, frühzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Nathalie Brunneke gibt Tipps, wie sich Frauen gegen die scheinbar unsichtbare Bedrohung schützen können.

Sichere Passwörter sind das A und O

Ein grundlegender Schutz besteht darin, sichere Passwörter zu verwenden und diese niemals mit anderen zu teilen. Auch nicht mit dem oder der Partnerin. Brunneke betont, dass gerade in Beziehungen oft Passwörter geteilt oder gemeinsame Accounts genutzt werden - was ein Risiko darstellt. Deshalb gilt es, Passwörter bei aller Liebe eben nicht zu teilen, und darauf zu achten, dass die Passwörter sicher sind. Auch wichtig: Nicht jeder Account sollte dasselbe Passwort haben.

Achtsamer bei sozialen Medien sein

Frauen sollten ihre Social-Media-Profile auf privat stellen und sorgfältig überwachen, wer ihnen folgt. Brunneke rät dazu, Standortangaben in Posts zu vermeiden, um den Aufenthaltsort nicht preiszugeben. So können nämlich potenzielle Täterinnen und Täter die Opfer zusätzlich bedrohen.

Unbekannte Apps beobachten

Ein plötzlich schneller entladender Handyakku oder unbekannte Apps können Hinweise auf eine installierte Überwachungssoftware sein. «Gibt es da Apps, die ich nicht kenne, die eventuell irgendjemand installiert haben könnte?», so Brunneke.

Beweise sichern

Bei digitaler Gewalt, die oft in Form von unermüdlichen Nachrichten oder Drohungen auftritt, ist es wichtig, Beweise zu sichern. Das können sowohl E-Mails, als auch SMS oder Whatsapp-Nachrichten sein. Ein Screenshot reicht bereits, dieser gilt auch als rechtssicher. Brunneke empfiehlt außerdem die No-Stalk-App vom Weißen Ring, die beispielsweise alle Stalking-Vorfälle per Foto-, Video- oder Sprachaufnahmen dokumentieren kann.

Rechtliche Schritte einleiten

«Digitale Gewalt ist eine Straftat und digitale Gewalt muss auch ernst genommen werden von der Polizei», betont Brunneke. Sie weist jedoch darauf hin, dass viele Beamte noch zu wenig über dieses Thema wissen, weshalb die richtige Einschätzung und Behandlung von Fällen manchmal zu wünschen übrig lässt. Dennoch sollten sich Opfer nicht scheuen, ihre Fälle zur Anzeige zu bringen.

Fachberatungsstellen aufsuchen

Brunneke rät betroffenen Frauen, Fachberatungsstellen aufzusuchen, um sowohl strategische als auch psychologische Unterstützung zu erhalten. Websites wie die des Vereins Frauenhaus-Koordinierung können dabei helfen, lokale Anlaufstellen zu finden.

Prävention ist besonders wichtig

In Fällen von bildbasierter digitaler Gewalt, wie etwa der Verbreitung intimer Bilder, ist Prävention der Schlüssel. Ändern Sie Passwörter und schützen Sie den Zugang zu Ihren Daten. Ist es jedoch schon zu spät, bleiben oft nur noch die Meldung und das Blockieren von Profilen auf verschiedenen Sozialen Medien.

© dpa ⁄ Jessica Lichetzki, dpa
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