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Bleischwerer Schleier: Neuer Thriller im Ersten

Eine Frau sitzt fünf Jahre lang im Gefängnis, bis sie freigesprochen wird. Als sie in ihr Dorf zurückkehrt, beginnt für sie eine weitere schwere Zeit.
Emily Cox
Julia (Emily Cox) verbrachte fünf Jahre im Gefängnis. © Christine Schroeder/ARD Degeto/Filmpool Fiction GmbH/dpa

«Ich bin frei - endlich frei.» Mit diesen Worten stellt sich Julia Brandt (Emily Cox) noch vor dem Gefängnistor der Presse. Vor fünf Jahren ist sie schuldig gesprochen worden. Man verurteilte sie für den Mord am Schüler Felix (Eloi Christ). Ein Verbrechen, das sie nicht begangen hat. Nun ist sie freigesprochen. Doch ihr Job ist weg, ihr Ehemann auch. Wie es nun weitergeht, zeigt der zweiteilige Thriller «Unschuldig - Der Fall Julia B.», der am 04. Mai ab 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist.

Julias Freispruch spricht sich schnell herum, auch bei ihrem Ex-Mann Jan (Jan Krauter), bei dessen neuer Verlobter Katrin (Katharina Marie Schubert) und bei Felix‘ Eltern (Peter Schneider, Gerti Drassl). Julia kehrt zurück in ihr Heimatdorf an der Ostsee und kommt bei ihrer Freundin Meike (Bettina Burchard) unter, die in einem abgelegenen Haus an der Küste lebt. Im Dorf wird sie beschimpft und gemieden, doch sie will unbedingt bleiben und in ihren alten Job als Lehrerin zurückkehren.

Kommissar Max Kauth (großartig: Thomas Loibl) rollt den Fall wieder auf, obwohl er noch immer um seine geliebte Kollegin Jessica (Christine Große) trauert, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Kauth ist schon ein komischer Kauz, verfügt er doch über eine seltene Eigenschaft: Er kann mit Toten sprechen und versucht damit, Licht ins Dunkel dieser Geschichte zu bringen. So werden Zeugen auf einmal zu Verdächtigen, ungeheuerliche Geheimnisse kommen zum Vorschein, Lug und Trug herrschen allerorten.

Regisseurin Ute Wieland (67, «Eisland») und Autor Florian Oeller (45, «Die Getriebenen») zeigen in ihrem spannenden Krimi eine Geschichte um Verdacht, Vernichtung und Verrat  - bis sich allmählich der Schleier hebt, der bleischwer über allem liegt. Die vielen Figuren - auch die Toten werden wieder lebendig - sind recht verwirrend, doch gehören sie wie Schachfiguren zu einem raffinierten Spiel, bei dem im Grunde keiner irgendwem vertrauen kann.

Emily Cox (39, «Unsichtbarer Angreifer», am 13.5. im ZDF) spielt hier eine Frau, die im Grunde genommen nur zuschauen kann, wie sich ihr ganzes Umfeld zerstreitet und nach und nach regelrecht zerbröselt. Sie agiert ebenso glaubhaft wie alle anderen Schauspieler auch. Bis hin zum verblüffenden, vollkommen erschütternden Schluss, der schon eine beachtliche Überraschung darstellt. Vielleicht dürfen nun auch die Toten endlich Ruhe finden.

© dpa ⁄ Klaus Braeuer, dpa
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