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Skispringer sammeln Podiumsplätze, Kraft in eigener Liga

Gleich drei deutsche Skispringer schaffen es am ersten Wochenende auf das Podium. Mit Blick auf den Dominator aus Österreich erlaubt sich der Bundestrainer einen scherzhaften Kommentar.
Andreas Wellinger
Sicherte sich einen Podestplatz in Ruka: Andreas Wellinger. © Jussi Nukari/Lehtikuva/AP/dpa

Mittendrin in der Weltelite, mehrere Weltklasse-Springer und eine Podest-Premiere für einen 33-Jährigen: Die deutschen Skispringer sind fulminant in den neuen Winter gestartet, haben sich im finnischen Ruka aber an beiden Tagen dem herausragenden Stefan Kraft geschlagen geben müssen.

«Auf keinen Fall hätte ich das geglaubt. Wir haben nicht genau gewusst, wo wir stehen. Die Mannschaftsleistung ist super, Gratulation ans gesamte Team», sagte Bundestrainer Stefan Horngacher über das erste Wochenende, an dem der Teamsenior Pius Paschke erstmals in seiner Karriere aufs Einzelpodest sprang und Andreas Wellinger Dritter wurde.

Der Österreicher Kraft ragte an beiden Tagen deutlich heraus. Am Sonntag trotzte er in Finnland nicht nur der eisigen Kälte von minus 18 Grad, sondern auch der starken Konkurrenz, deren Flüge er noch einmal überbot. «Stefan Kraft ist auf dieser Schanze nicht zu schlagen. Er ist in einer Wahnsinnsform», stellte Horngacher fest. Zum Länderduell kommentierte er in der ARD schnippisch: «2:0 für Österreich.»

148,5 und 148,5 Meter waren zu viel für die Konkurrenz, die von seinem Landsmann Jan Hörl und Olympiasieger Wellinger angeführt wurden. Am Samstag hatte Paschke, der als Zweiter direkt vor Teamkollege Stephan Leyhe landete, im Mittelpunkt gestanden. Eigentlich waren Wellinger und Karl Geiger als aussichtsreichste deutsche Springer gehandelt worden.

Paschke plötzlich gefragt

Der ruhige Routinier Paschke war eigentlich immer ein Mann der zweiten Skisprung-Reihe. Nicht nur leistungstechnisch lag der Bayer oft deutlich hinter Teamkollegen wie Karl Geiger und Markus Eisenbichler zurück. Auch in der Öffentlichkeit und bei Interviews spielte Paschke meist keine große Rolle. Das hat sich ganz plötzlich geändert. Als er mit Sprüngen auf 142 und 142,5 Meter Rang zwei hinter Österreichs Überflieger Stefan Kraft perfekt machte, ging es um Paschke.

«Das bedeutet mir sehr viel. Das war richtig cool. Ich mag die Schanze extrem gerne. Dass es der zweite Platz ist, ist richtig cool», sagte der 33-Jährige. Paschke war zwar 2021 Teil des Weltmeister-Teams und 2020 Teil des Silber-Teams bei der Skiflug-WM. Doch im Einzel hatte es bisher nicht so überragend geklappt.

Tournee-Sehnsucht riesig 

Auch der ehemalige Weltklasse-Springer Leyhe ist nach langem Leiden infolge einer schweren Knieverletzung und vielen sportlichen Rückschlägen plötzlich wieder Teil der Weltspitze. «Er zeigt einen Sprung nach dem anderen wie an der Schnur gezogen», lobte Horngacher. Leyhe sprach in der herrlichen Schnee-Idylle von Ruka von «einem großartigen Gefühl». Skispringen mache im Moment «so viel Spaß».

Rund fünf Wochen vor der prestigeträchtigen Vierschanzentournee ist das deutsche Team auf einem sehr guten Weg. «Als Mannschaft stehen wir so gut da wie selten. Es wird spaßig auf jeden Fall», sagte der jahrelange Führungsspringer Geiger. An diesem Wochenende war er hinter Paschke, Leyhe und Wellinger eher in der zweiten deutschen Reihe unterwegs. Geigers Zimmerkollege Markus Eisenbichler wurde wegen der hohen Leistungsdichte gar nicht für den Auftaktkader nominiert. Die Tournee-Sehnsucht ist nach über zwei Jahrzehnten ohne deutschen Triumph riesig.

© dpa ⁄ Patrick Reichardt, dpa
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