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Warnstreik bei der Bahn trifft auch Reisende im Nordosten

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Bahnverkehr bestreiken - das hat auch Auswirkungen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einer Kundgebung in Schwerin will GDL-Chef Weselsky sprechen.
Vor dem Warnstreik bei der Bahn - Rostock
Eine Zugbegleiterin geht in der Nähe des Hauptbahnhofs zu einem abgestellten Zug. © Bernd Wüstneck/dpa

Pendler müssen sich auch in Mecklenburg-Vorpommern auf Zugausfälle wegen des Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL einstellen. Die Deutsche Bahn (DB) erwartet nach eigenen Angaben bundesweit Ausfälle im Fernverkehr sowie auf den Regionallinien. Die Arbeitsniederlegung bei der Bahn könnte darüber hinaus auch zu Störungen beim Bahnbetreiber Odeg führen, teilte das Eisenbahnunternehmen am Mittwoch mit. Die GDL hat ihre Mitglieder zum Warnstreik von Mittwoch, 22.00 Uhr, bis Donnerstag, 18.00 Uhr, aufgerufen.

Zugausfälle im Regionalverkehr erwartet

Eine Sprecherin der DB warnte am Mittwoch vor schwerwiegenden Einschränkungen auch im Regionalverkehr im Nordosten. «Ab 22.00 Uhr wird es im Regionalverkehr der DB nahezu keine Fahrten mehr geben», sagte sie. Geplante Reisen sollten verschoben werden.

Nicht betroffene Strecken

Nicht vom Warnstreik betroffen sind nach Angaben der Bahn die Linien RB11 (Wismar - Rostock - Tessin) und RB12 (Rostock - Rövershagen - Graal - Müritz) sowie der Schienersatzverkehr mit Bussen zwischen Warnemünde und Rostock. Auf der Strecke werden noch bis Anfang Dezember unter anderem die Gleisanlagen modernisiert. Auch andere Ersatzverkehre mit Bussen, die in der Reiseauskunft enthalten seien, sollen demnach fahren.

Nach Angaben der DB-Sprecherin kann es bereits vor Streikbeginn zu einzelnen Ausfällen kommen. Einige Züge würden kontrolliert aus dem Verkehr genommen, um sicherzugehen, dass sie nach Streikende dort sein, wo sie gebraucht würden, sagte sie. Bis Freitagmorgen sollen laut DB-Angaben alle Züge wieder planmäßig verkehren.

Auch Ausfälle bei der Odeg möglich

Das Eisenbahnunternehmen Odeg erwartet ebenfalls Störungen und Ausfälle auf seinen Linien. Da die Ostdeutsche Eisenbahn die Infrastruktur der Deutschen Bahn nutze, seien Einschränkungen möglich, teilte die Odeg am Mittwoch in Berlin mit. Eine Beteiligung am Tarifstreit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Odeg sei jedoch ausgeschlossen. Auf 15 Linien des Anbieters sind laut Mitteilung Ausfälle möglich. Zudem sei eine erhöhte Auslastung zu erwarten.

Betroffen sind demnach Regionalzüge auf Strecken zwischen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt: der RE1 (Magdeburg - Cottbus), RE8 Nord (Wismar - Flughafen BER), RE8 Süd (Berlin - Baruth (Mark)/Elsterwerda/Finsterwalde (Niederlausitz), RE9 (Rostock - Binz/Sassnitz), RE10 (Rostock - Züssow), RB13 (Rehna - Parchim), RB14 (Hagenow Stadt - Parchim), RB15 (Plau am See - Waren (Müritz)), RB33 (Potsdam - Jüterborg), RB37 (Berlin-Wannsee - Beelitz Stadt), RB46 (Cottbus - Forst (Lausitz)), RB51 (Brandenburg - Rathenow), RB64 (Hoyerswerda - Görlitz) und RB65 (Cottbus - Zittau). Alle Linien würden bedient, Fahrgäste sollten sich aber rechtzeitig über Störungen informieren, hieß es.

Auswirkungen habe der Warnstreik darüber hinaus auf den Schienengüterverkehr, sagte die DB-Sprecherin. Die Lokführerinnen und Lokführer der Bahntochter DB Cargo seien ebenfalls zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

GDL-Chef Weselsky kommt nach Schwerin

Für Donnerstag wird der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky zu einer Kundgebung des Deutschen Beamtenbundes dbb in Schwerin erwartet. Der Chef der Lokführergewerkschaft werde bei der Abschlussveranstaltung für die Aktionswoche «Es ist 5 nach 12» des Beamtenbundes sprechen, teilten die Veranstalter mit. Zuvor sei ein Demonstrationszug von Lokführern und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes vom Hauptbahnhof zur Staatskanzlei geplant.

Die GDL fordert unter anderem 555 Euro mehr im Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie. Als Knackpunkt gilt die Forderung nach einer Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenstunden für Schichtarbeiter bei vollem Lohn.

© dpa
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