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Staatsschutz ermittelt nach Feuer auf Industriebrache

Auf einer Industriebrache in Dresden ist ein Feuer ausgebrochen. Der Staatsschutz ist an den Ermittlungen beteiligt - auf dem Gelände befand sich einst ein Außenlager eines Konzentrationslagers.
Blaulicht
Auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr ist ein Blaulicht zu sehen. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Nach einem Feuer auf einem alten Industriegelände nahe der S-Bahn-Station Dresden-Zschachwitz hat sich der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet. Auf dem Areal befand sich einst ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Ob die Historie im Zusammenhang mit dem Brand steht, sei unklar, sagte Polizeisprecher Marko Laske am Montag. Höchstwahrscheinlich sei das Feuer allerdings gelegt worden. Das hätten Untersuchungen eines Brandursachenermittlers ergeben.

Auf dem Gelände hatte in der Nacht zum Sonntag eine Lagerhalle gebrannt. Vermutlich hatten unbekannte Täter diversen Unrat in der Brache angezündet, wie Laske sagte. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens könne noch nicht beziffert werden. Die Löscharbeiten hatten sich laut Feuerwehr schwierig gestaltet. Das Gebäude sei einsturzgefährdet gewesen und konnte nicht betreten werden.

Wegen des besonderen Hintergrunds des Geländes sei der Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen worden. Das bedeute nicht zwangsweise, dass es einen politischen Hintergrund für die Brandstiftung gebe, sagte der Polizeisprecher. Er werde in alle Richtungen ermittelt - und der Staatsschutz prüfe einen möglichen politischen Hintergrund. Wenige Stunden vor dem Brand hatte eine Dresdner Wählervereinigung auf X, vormals Twitter, mitgeteilt, dass sie sich für den Erhalt des Areals als Gedenkort einsetze.

Am Montag rückte die Feuerwehr wieder auf die Industriebrache aus. Aus noch vorhandenen Dachresten seien erneut Feuer und Rauch gedrungen, teilte ein Sprecher mit. Wegen der Bauweise des Daches sei es schwierig, an alle Brandstellen zu gelangen. Das Technische Hilfswerk sollte das Dach öffnen, damit die Einsatzkräfte besser löschen können. Laut Polizei seien wahrscheinlich wieder aufflammende Glutnester für das erneute Feuer verantwortlich gewesen.

Nach Angaben der Gedenkstätte Flossenbürg wurde das Außenlager Zschachwitz von Oktober 1944 bis April 1945 betrieben. Knapp 1000 Gefangene hätten damals für die Mühlenbau und Industrie AG (MIAG) arbeiten und unter anderem Sturmgeschütze herstellen müssen. Mindestens 80 von ihnen seien gestorben. Die Gedenkstätte sei am Montag über das Feuer informiert worden, sagte Sprecher Julius Scharnetzky. Das ehemalige Außenlager sei allerdings nicht Teil der Gedenkstätte.

© dpa
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