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Umfrage: Schulleitungen geben Schulpolitik im Land Note 4,7

Eine Reihe von Schulleitungen in Rheinland-Pfalz stellt der Landespolitik kein gutes Zeugnis aus. Die Gewerkschaft GEW wundert das nicht. Bildungsministerin Hubig sucht das Gespräch.
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Eine Lehrerin einer Grundschule schreibt in englischer Sprache an die Tafel. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Schulpolitik in Rheinland-Pfalz bekommt von Schulleitern im Land keine guten Noten. Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) wird die Schulpolitik im Mittel mit der Note 4,7 bewertet. Das entspricht dem Wert des Vorjahres. Forsa hatte bundesweit insgesamt 1310 Schulleitungen befragt, darunter 105 in Rheinland-Pfalz.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte dazu: «Wir werden uns die Ergebnisse der Forsa-Umfrage natürlich genau ansehen und prüfen, welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen.» Das Ministerium sei mit allen Verbänden und Gewerkschaften, auch dem VBE, regelmäßig im Gespräch.

Nach Ansicht der größten Bildungsgewerkschaft GEW «liegt es deutlich auf der Hand, die Schulleitungen sind absolut überlastet», sagte der Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer. «Sich für eine Schulleitungsstelle zu bewerben, ist längst nicht mehr attraktiv, es ist eher abschreckend.»

Der Lehrkräftemangel wurde in der Umfrage weiterhin als das größte Problem an den Schulen gesehen. Die Inklusion und die Integration sowie die hohe Arbeitsbelastung und der allgemeine Zeitmangel wurden ebenfalls häufig genannt. Auch Probleme mit den Schulgebäuden oder mit Räumlichkeiten sowie der Bürokratie belasteten die Befragten spürbar.

Nur 41 Prozent der befragten Schulleitungen in Rheinland-Pfalz hätten angegeben, dass sie ihre beruflichen Aufgaben immer oder häufig zu ihrer eigenen Zufriedenheit erfüllen können. 58 Prozent der Befragten hätten mitgeteilt, dass ihnen dies nur gelegentlich oder nie gelingt. Die große Mehrheit der Schulleiterinnen und Schulleiter (75 Prozent) habe erklärt, sich stark durch das Lehrerkollegium unterstützt zu fühlen. Von der Schülerschaft unterstützt fühlte sich demnach jede zweite Schulleitung.

71 Prozent der Schulleitungen in Rheinland-Pfalz üben ihren Beruf nach der Umfrage alles in allem betrachtet gerne aus. Die Arbeitszufriedenheit der Schulleitungen in Rheinland-Pfalz liege damit jedoch klar unter dem Bundesdurchschnitt von 83 Prozent. Nur etwa jeder dritte Schulleiter und jede dritte Schulleiterin in Rheinland-Pfalz (35 Prozent) würde derzeit den Beruf der Schulleitung weiterempfehlen.

Eine von der GEW mit der Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften durchgeführte Studie komme zu ähnlichen Ergebnissen wie der VBE, sagte Hammer. «Die Schulleitungen brauchen dringend ein Signal, dass man verstanden hat, wie sehr «es brennt».» Ihre Aufgaben seien sehr vielfältig und anspruchsvoll. Besonders die kleineren Schulen, etwa Grundschulen, seien besonders hoch belastet. Wer nicht wolle, dass die Schulleitungen «noch mehr ausbrennen, muss dringend nachsteuern und für die notwendige Entlastung sorgen. Dann wird es auch einfacher sein, neue Schulleitungsstellen schneller zu besetzten.»

Hubig lobte die Arbeit der Schulleitungen «auch und gerade mit Blick auf die zunehmenden Herausforderungen und Erwartungen, denen sich die Schulen gegenübersehen». Das Bildungsministerium setze sich deshalb immer dafür ein, dass die Schulleitungen gute Rahmenbedingungen vorfänden - sowohl bei der Ausstattung mit Personal als auch mit Material.

Die Zahl der Entlastungsstunden für Schulleiter werde immer wieder angepasst. «Der Bildungsetat wächst im kommenden Jahr auf fast sechs Milliarden Euro und ist damit der größte Einzeletat, jeder vierte Haushaltseuro fließt in Rheinland-Pfalz in Bildung.» Dank konsequenter Ausbildungs- und Einstellungspolitik in den vergangenen Jahren stelle sich die Lehrkräftesituation auch in diesem Schuljahr gut dar. Hubig räumte aber auch ein, dass der allgemeine Fachkräftemangel genauso zu spüren sei wie in anderen Bundesländern und Branchen.

© dpa
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