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Saarland startet Rettungs-App für Ersthelfer

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Eine neue Rettungs-App im Saarland soll künftig Ersthelfer in der Umgebung alarmieren und damit Leben retten helfen.
Krankenwagen
Ein Rettungswagen parkt vor der geöffneten Tür eines Wohnhauses. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Im Saarland sollen geschulte Helfer künftig digital über einen Notfall in ihrer Nähe alarmiert werden, um schnell mit Sofortmaßnahmen etwa bei einem Herzstillstand beginnen zu können. Innenminister Reinhold Jost (SPD) startete am Donnerstag gemeinsam mit Vertretern des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) das Projekt «Saarretter». Es greift dazu auf die neue App «Katretter» auf dem Smartphone des Ersthelfers zu und gleicht seinen Standort mit der Örtlichkeit des Notfalls ab.

Geht ein Notruf in der Integrierten Leitstelle des Saarlandes ein, bei dem ein Herz-Kreislauf-Stillstand vermutet wird, wird parallel zum Rettungsdienst ein Alarm an das «Katretter»-System übertragen. Sollten sich nach einer GPS-Abfrage Ersthelfer in der fußläufigen Nähe des Notfallortes befinden, werden diese über die App alarmiert. «Eine Alarmierung zu gefährlichen Einsatzorten wie etwa Autobahnen oder Schnellstraßen erfolgt nicht», teilte der ZRF mit. Durch seine räumliche Nähe zur Notfalladresse erreiche der Ersthelfer den Patienten im Idealfall viel schneller als der Rettungsdienst. So könne schneller mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen werden: in erster Linie eine Herzdruckmassage, für die keinerlei Hilfsmittel mitgeführt werden müssten.

Jost bat am Donnerstag Rettungsdienstmitarbeiter, Ärzte, Feuerwehrleute und Angehörige der medizinischen Fachberufe darum, sich für dieses System zu registrieren. «Ich bin fest überzeugt, dass die Saarretter-App Leben retten kann», sagte er. Deshalb habe das Innenministerium das Projekt nicht nur ideell unterstützt, sondern auch die Erstinstallationskosten übernommen. Sie lagen laut ZRF bei knapp 50.000 Euro.

Laut Landrat und ZRF-Verbandsvorsteher Udo Recktenwald (CDU) vergehen durchschnittlich bis zu zehn Minuten, bis ein Rettungsdienst bei einem Herzkreislauf-Stillstand eintreffe. Bei einer Aktivierung über die App könnten qualifizierte Ersthelfer bereits nach zwei, drei oder vier Minuten vor Ort sein und einen Minimalkreislauf aufrechterhalten. «Das kann entscheidend sein», sagte er. Wegen ihres hohen Maßes an sozialem und gesellschaftlichem Engagement zeigte er sich überzeugt, dass sich viele Helfer für die Saarretter-App registrieren lassen werden.

© dpa
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