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Ermittler rollen ungelöste Kriminalfälle auf

In mehreren ungeklärten Tötungsfällen wollen Dortmunder Ermittler nach Jahrzehnten den Tätern doch noch auf die Spur kommen. Der älteste sogenannte Cold Case liegt mehr als 55 Jahre zurück.
Dortmunder Ermittler stellen Cold-Case-Verfahren vor
Ein Bild des Opfers Marc Gutte ist bei einer Pressekonferenz auf einer Leinwand im Polizeipräsidium zu sehen. © Bernd Thissen/dpa

Ermittler in Dortmund wollen länger zurückliegende ungelöste Tötungsdelikte - sogenannte Cold Cases - vom Mord an einem Kind in Unna bis hin zum rätselhaften Tod einer Seniorin in Bergkamen aufklären. Es seien 42 Fälle identifiziert worden, die zum Teil Jahrzehnte zurückliegen, bei denen es aber dennoch möglich scheine, die Täter auch mithilfe neuester kriminaltechnischer Untersuchungen noch aufzuspüren. Das sagten die Kriminalkommissare Carsten Philipps und Gregor Schmidt von der Dortmunder Polizei am Freitag. Auch Hinweise aus der Bevölkerung könnten viele Jahre später noch zu einer Tataufklärung führen.

Ein Cold Case, der den Ermittlern Rätsel aufgibt, ist der Mord an einer 28 Jahre alten Dekorateurin 1991 in Dortmund. Es habe sich um einen Gewalt-Exzess gehandelt, nach Spurenlage sei von mindestens zwei Tätern auszugehen, schilderte Schmidt. Damals habe die Mordkommission jeden Stein umgedreht, dennoch keine Täter überführen können. Nun habe man die DNA des Täters, allerdings keinen Treffer in der DNA-Datenbank, tappe also weiter im Dunklen.

Derzeit würden Folien untersucht, mit der die Leiche 1991 zur Sicherung von Faserspuren abgeklebt worden war. Der Fall soll in der kommenden Woche am Mittwoch in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» präsentiert werden. Für einen entscheidenden Hinweis setzte die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro aus.

In einem Maisfeld in Unna habe man 1986 ein vermisstes Kind gefunden, der elfjährige Junge sei getötet worden. Auch hier habe man DNA-Spuren sichern, aber nicht über die Datenbank einer Person zuordnen können. Die Ermittler hoffen auf Hinweise von Bürgern.

Aufgerollt wird auch der gewaltsame Tod eines 67-jährigen Mannes aus Bergkamen im Jahr 1986 und eines 37 Jahre alten Gaststättenbesitzer aus Arnsberg, der schon 45 Jahre zurückliegt.

Der älteste Fall unter den aktuell bearbeiteten Cold Cases sei ein Tötungsdelikt mit mutmaßlich sexuellem Bezug aus dem Jahr 1966, sagte Staatsanwältin Gülkiz Yazir. Damals war eine Frau wurde tot in ihrer Dortmunder Wohnung gefunden worden. «Mord verjährt nicht», betonte Yazir. Auch die Aufklärung lange zurückliegender Tötungsdelikte sei wichtig.

NRW-weit geht das Landeskriminalamt von mehreren hundert solcher ungelöster Verbrechensfälle aus, bei den es noch Chancen gebe, die Täter aufzuspüren.

© dpa
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