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Zweite Festnahme 33 Jahre nach Mord an Heike Kötting

In einem lange ungelösten Mordfall aus Dortmund haben die Ermittler eine zweite Person festgenommen: Sie soll eine junge Frau ermordet haben - und folgt nun ihrem mutmaßlichen Komplizen in die U-Haft.
Dortmunder Ermittler stellen Cold-Case-Verfahren vor
Ein Bild des Opfers Heike Kötting ist bei einer Pressekonferenz auf einer Leinwand im Polizeipräsidium zu sehen. © Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Mehr als 33 Jahre nach dem Mord an der Dortmunderin Heike Kötting hat es eine zweite Festnahme gegeben. So sei am Montag eine heute 62-Jährige in Mönchengladbach in der Wohnung ihres Ehemannes festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes, hieß es weiter.

Mit neuartigen Verfahren ausgewertete DNA-Spuren vom Tatort hatten zu einem Treffer in der Datenbank geführt, erläuterte die ermittelnde Staatsanwältin Gülkiz Yazir am Montag das Vorgehen. Weitere Ermittlungen erhärteten dann den Tatverdacht und führten nun zu der Festnahme der Gesuchten.

In dem vor einiger Zeit neu aufgerollten Cold-Case-Verfahren war bereits im Januar ein Tatverdächtiger im Alter von 60 Jahren auf offener Straße festgenommen worden. Sein genetischer Fingerabdruck war in einer DNA-Datenbank aus Österreich gefunden worden. Nach Spurenlage war die Polizei aber von mindestens zwei Tätern ausgegangen. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an, so die Staatsanwältin.

Beide Tatverdächtigen schweigen bisher zu den Vorwürfen. Zum Motiv und genauerem Hergang des Gewaltverbrechens wollte die Ermittlerin zunächst keine weiteren Angaben machen.

Die Polizei hatte Anfang 2024 im Zusammenhang mit dem mehr als drei Jahrzehnte zurückliegenden Verbrechen im Dortmunder Ortsteil Scharnhorst von einem Gewalt-Exzess berichtet. Am 25. Februar 1991 war die Dekorateurin in ihrem Haus von Einbrechern getötet worden. Sie sollen ortskundig gewesen sein und gewusst haben, dass das ihnen bekannte Opfer einen größeren Geldbetrag im Haus aufbewahrte. Sie waren damals vermutlich durch einen Kellerschacht in das Haus gelangt.

In Nordrhein-Westfalen prüfen Polizeibehörden seit einigen Jahren hunderte, lange ungelöste Tötungsdelikte und Vermisstenfälle, bei denen auch Jahre oder Jahrzehnte nach der Tat noch die Chance besteht, den oder die Täter aufzuspüren - sogenannte Cold Cases. Dabei setzen die Ermittler häufig auf die heutigen Möglichkeiten von Genanalysen und Öffentlichkeitsarbeit. Im Einsatz sind dabei auch pensionierte Polizeibeamte, die ihr Erfahrungswissen und ihre Zeit abseits des aktuellen Polizeidienstes einbringen.

© dpa
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