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Chinesischer Regisseur gewinnt Großen Preis der Kurzfilmtage

Kurzfilme haben beim Internationalen Festival in Oberhausen eine ihrer weltweit größten Bühnen. 117 Filme sind in diesem Jahr ins Rennen gegangen. Nun wurden die Preisträger bekannt.
Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Filmrollen liegen am 28.04.2016 in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) in einem Vorführraum. Der chinesische Regisseur Wang Zhiyi hat den Großen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen gewonnen. © Helge Toben/dpa

Der chinesische Regisseur Wang Zhiyi hat den Großen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen gewonnen. Die Jury vergab die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Film «Chūn Èr shí sān (Spring 23)», wie die Festivalleitung am Sonntag mitteilte. Darin erzählt Zhiyi die Geschichte eines jungen Mannes, der nach der Beerdigung seiner Eltern versucht, verbotenerweise Feuerwerkskörper für das Frühlingsfest zu kaufen. Der Preis werde dem Regisseur verliehen «für seine Sensibilität und Ironie im Umgang mit dem Prozess des Trauerns, dargestellt mit präzisem Schnitt und außergewöhnlichem visuellen Talent», schrieb die Jury.

Insgesamt wurden am Sonntag zum Abschluss der 70. Internationalen Kurzfilmtage Preise im Wert von gut 40.000 Euro vergeben. 117 nominierte Filme aus 36 Ländern waren im Oberhausener Lichtburg-Filmpalast in fünf Wettbewerben ins Rennen gegangen.

Der Hauptpreis der Internationalen Jury ging an «The Many Interrupted Dreams of Mr. Hemmady» des indischen Filmemachers Amit Dutta, in dem der Künstler eine Sammlung von Streichholzschachteln zum Ausgangspunkt und Miniportal zu einer Traumwelt macht.

Die Oberhausener Kurzfilmtage gelten als das älteste Kurzfilmfestival der Welt und sind eine der größten internationalen Plattformen für dieses Genre. In diesem Jahr spielte bei vielen Produktionen erstmals der Einsatz Künstlicher Intelligenz eine große Rolle.

Das Festival unter der Leitung von Lars Henrik Gass hatte im Herbst vergangenen Jahren nach dem brutalen Hamas-Überfall vom 7. Oktober auf Israel in einem Facebook-Post zur Solidarität mit Israel aufgerufen und antisemitische Reaktionen auf die Ereignisse verdammt. Daraufhin hatte es von einigen Filmemachern Kritik und den Rückzug von Beiträgen gegeben.

In einer öffentlichen Erklärung hatte das Festival klargestellt, dass mit dem Post nicht die palästinensische Bevölkerung stigmatisiert werden sollte. Als Reaktion auf den Disput hatte es während des Festivals eine Tagung gegeben, in der der Streit aufgearbeitet werden sollte.

Die Kurzfilmtage werden von der Stadt Oberhausen getragen und unter anderem vom Land NRW und dem Bund unterstützt.

© dpa
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