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AfD kämpft um Stimmen bei der EU-Wahl - Krah ausgeladen

SS-Aussagen des Spitzenkandidaten, Rauswurf aus der Fraktion: Die AfD hat im Europawahlkampf massive Rückschläge einstecken müssen. Jetzt will die Parteispitze selbst um Wähler kämpfen.
AfD
Das Logo der Partei AfD steht bei einer Wahlkampfkundgebung in der Donauhalle. © Bernd Weißbrod/dpa

Wenige Tage nach den Querelen um den AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, wirbt die Parteispitze bei einer zentralen Wahlkampfveranstaltung im nördlichen Ruhrgebiet selbst um Wählerstimmen. Die beiden Parteichefs Tino Chrupalla und Alice Weidel sollen am Samstag (15.30 Uhr) in einer Eventhalle am Stadtrand von Marl auftreten. Eigentlich war auch Spitzenkandidat Krah als Redner angekündigt. Nachdem die Parteispitze ihm wegen seiner umstrittenen Äußerungen zur SS ein Auftrittsverbot erteilt hatte, wurde sein Name kurzfristig von der Rednerliste gestrichen. Vor der Halle sind mehrere Gegendemonstrationen mit gut 1500 Teilnehmern angemeldet.

Die Veranstaltung in Marl ist nach Angaben eines Parteisprechers einer von drei gemeinsamen Auftritten des AfD-Bundesvorstands im Europawahlkampf. Auch beim Wahlkampfauftakt vor einem Monat in Donaueschingen hatte die Partei schon auf eine Rede ihres Spitzenkandidaten verzichtet. Damals ging es um Vorwürfe gegen Krah, eine zu große Nähe zu Russland und China zu haben - und in diesem Zusammenhang möglicherweise Geldzahlungen erhalten zu haben. Bei der zweiten großen Wahlkampfveranstaltung der AfD-Bundesspitze sollte Krah nun in Marl eigentlich wieder mit auf der Bühne stehen.

Auslöser der akuten Krise ist ein Interview Krahs mit der italienischen Zeitung «La Repubblica» und der «Financial Times». Krah wurde nach der nationalsozialistischen SS gefragt. Die sogenannte Schutzstaffel Adolf Hitlers bewachte und verwaltete unter anderem die Konzentrationslager und war maßgeblich für Kriegsverbrechen verantwortlich. Bei den Nürnberger Prozessen nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie zu einer verbrecherischen Organisation erklärt. Krah sagte in dem Interview: «Ich werde nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein Verbrecher war.» Daraufhin distanzierte sich unter anderem der französische Rassemblement National, am Donnerstag schloss die rechte ID-Fraktion im Europäischen Parlament dann alle AfD-Abgeordneten aus.

Die AfD-Spitze hatte Krah nach seinen SS-Äußerungen am Mittwoch ein Auftrittsverbot erteilt. Auch die Nummer zwei auf der Europaliste, Petr Bystron, soll wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen nach dem Willen der Parteispitze nicht mehr auftreten.

Die Europawahl ist in Deutschland am 9. Juni.

© dpa
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