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Polizei bestätigt Feier von Rechtsradikalen in Eschede

Mutmaßliche Rechtsradikale haben sich zu einer Feier in Eschede getroffen. Es war nicht das erste Mal.
Neonazi-Treffen auf einem Hof in Eschede
Der Bauernhof in Eschede im Jahr 2011 - damals gehörte er dem NPD-Politiker Joachim Nahtz. © -/dpa

Nach einer Feier von mutmaßlichen Rechtsextremisten auf einem Hof in Eschede im Landkreis Celle prüft die Polizei, ob es zu strafbaren Verstößen gekommen ist. Nach den bisherigen Erkenntnissen waren rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort, wie eine Polizeisprecherin sagte. «Es ging bis in den späten Samstagabend», sagte sie über die Veranstaltung am vergangenen Wochenende. Sie verwies darauf, dass es sich um eine Veranstaltung auf einem privaten Grundstück handelte. «Da gelten andere Bestimmungen», sagte sie.

Menschen mit schwarz-rot-goldenen Sturmhauben?

Nach einem Bericht der Tageszeitung «taz» hatten sich Neonazis aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende zu einer Sonnenwendfeier getroffen. Demnach wurde das Treffen von den Jungen Nationalisten organisiert, der Parteijugendorganisation der ehemaligen NPD, die inzwischen Die Heimat heißt. Die Zeitung veröffentlichte Fotos, auf denen einige Männer und Frauen schwarz-rot-goldene Sturmhauben tragen. Sie stehen mit Fackeln um ein Feuer herum. Dem Bericht zufolge gab es Rituale und Symbole, die auf die NS-Zeit zurückgehen. Der Hintergrund und die Echtheit der Fotos waren zunächst nicht überprüfbar.

Hof ist seit vielen Jahren Treffpunkt für Rechtsradikale

Auf dem Hof bei Eschede gibt es seit vielen Jahren Versammlungen von Rechtsradikalen, etwa bei sogenannten Sonnenwendfeiern oder Erntefeiern. Der Bauernhof gehört der Partei Die Heimat. Die Polizei fahre dort regelmäßig Streife, um sich ein Bild zu verschaffen, sagte eine Polizeisprecherin.

Demonstrationen gegen Rechtsextremismus

Verschiedene Organisationen rufen regelmäßig zu Protesten gegen die Veranstaltungen auf dem Hof auf. «Wir werden uns nicht mit den rechtsextremen Aktivitäten hier in Eschede abfinden», hatte Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) im Oktober 2023 bei einer Demonstration gesagt.

Margot Käßmann als Rednerin in Eschede

Für diesen Samstagnachmittag rief das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus zu einer Kundgebung auf. Als Rednerin wurde die frühere Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann angekündigt. Die Polizei erwartete etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bei den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus nehmen demnach Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen wie Politik, Gewerkschaften, Kirchen und anderen Organisationen teil. «Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die überwiegende Mehrheit unserer Gesellschaft rechtsextremes Gedankengut unmissverständlich ablehnt», hieß es.

Ursprünglich war erwartet worden, dass das Treffen der Rechtsextremisten auf dem Hof an diesem Wochenende stattfindet - daher hatte das Bündnis die Demonstration geplant.

© dpa
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