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Endspurt für Spargel-Gourmets

Die Spargelsaison endet, nicht alle Anbauer sind zufrieden.
Abschluss der Spargelernte
Ein Mitarbeiter legt frisch gestochenen Spargel in eine Kiste. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Spargel-Gourmets müssen sich sputen, denn Montag endet offiziell die Saison des beliebten Gemüses. Nach dem Johannistag und meist höheren Temperaturen könnte er eine bittere Note bekommen. In diesem Jahr machte den Anbauern die Nässe zu schaffen, viele Maschinen kamen schlecht auf die Felder. Schützende Folien konnten mancherorts nicht rechtzeitig angebracht werden, deshalb reifte der Spargel früher. «Generell gibt es eine Knappheit auf dem Markt, weil wir so früh gestartet sind», sagt Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer mit Sitz in Sandhatten bei Oldenburg.

Im Norden bereitete die Nässe Probleme. «In Norddeutschland konnten wir unsere Arbeiten nicht zeitgerecht erledigen, die Dämme nicht aufpflügen und Folien verlegen», erklärt Eickhorst. Die zuerst ausgebrachte Folie ist oben schwarz, unten weiß und soll Wärme speichern. Die zweiten und dritten Folien sind durchsichtig, sie konnten teilweise nicht verlegt werden.

Und weil es nicht viel weißen Spargel gibt, ist er teuer geworden. «Auf den Großmärkten steigt der Preis, wie wir ihn noch nie gesehen haben», erzählt Eickhorst. Die Anbauer seien verhalten zufrieden, denn die Menge sei einfach zu knapp. Viele Betriebe seien schon vor Ernteende in Niedersachsen ausgestiegen. An wenigen Straßenständen oder in Hofläden könne man über den Johannistag am 24. Juni hinaus noch Spargel kaufen. Der komme dann von Anlagen, die sich nicht regenerieren müssen, weil sie nächstes Jahr nicht wieder genutzt werden.

In 2023 wurden auf 4892 Hektar Spargel in Niedersachsen angebaut. Gegenüber 2015 ist das nach Zahlen der Vereinigung ein Rückgang von 13 Prozent. Die Anzahl der Betriebe ist während des gleichen Zeitraums um 43 Prozent zurückgegangen, von 379 Höfen im Jahr 2015 auf 216 im vergangenen Jahr. «Die Tendenz geht weiter», sagt Eickhorst. Das Problem sei, dass die Betriebe kaum noch in die Produktion investierten.

«Die Politik fordert einen Mindestlohn von 15 Euro, da haben wir keine Chance mehr und sind in Europa nicht mehr wettbewerbsfähig», betonte er. «Wir produzieren die besten Lebensmittel, aber es kostet etwas.» So sei man beim grünen Spargel schon nicht mehr konkurrenzfähig: «Der kommt aus Spanien und Italien für einen für'n Appel und 'n Ei», sagt der Experte. In diesen Ländern sei der Arbeitslohn derzeit gerade einmal halb so hoch.

© dpa
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