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125 Jahre jung: Werder feiert sein neues, frisches Gesicht

Auf einmal läuft es bei Werder: Die Mannschaft arbeitet sich in der Tabelle nach vorn. Der Club baut an einem jungen, spannenden Team. Am Wochenende wird auch noch gefeiert.
Weserstadion
Das Weserstadion vor Spielbeginn. © Carmen Jaspersen/dpa/Archivbilc

An diesem Sonntag wird der SV Werder Bremen 125 Jahre alt. Und aktuell kommt der viermalige deutsche Fußball-Meister, sechsmalige DFB-Pokalsieger und stolze Drittplatzierte der ewigen Bundesliga-Tabelle wieder deutlich jünger und frischer daher als an seinen vergangenen Geburtstagen.

Wo es noch vor dem Beginn der Rückrunde erhebliche Zweifel an der Kaderzusammensetzung gab, heißt es nun: «Da wächst ein richtig geiles Team zusammen.» So formulierte es der Stürmer Justin Njinmah nach den beiden überzeugenden Siegen gegen den FC Bayern München und den SC Freiburg, die die Bremer auf einmal näher an einen Europapokal-Platz (8 Punkte Rückstand) als an die beiden Abstiegsränge (12 Punkte Vorsprung) herangeführt haben. Nächster Gegner ist am Samstag der FSV Mainz 05 (15.30 Uhr/Sky).

Was Njinmah mit seiner Aussage auch meint, ist: Bei Werder spielen jetzt wieder Talente, die andere Vereine auch gern hätten. Der 23-jährige Njinmah. Der 21-jährige Nick Woltemade. Auch die Neuzugänge der am Donnerstag beendeten Transferperiode passen in dieses Raster.

Denn aus Argentinien kam der 22 Jahre alte Verteidiger Julian Malatini (Defensa y Justicia), aus Frankreich der noch ein Jahr jüngere Mittelfeldspieler Skelly Alvero (Olympique Lyon). Zum Ende der Wechselfrist um 18.00 Uhr verkündeten die Bremer die Verpflichtung des 19-jährigen Norwegers Isak Hansen-Aaröen aus der Reservemannschaft des englischen Rekordmeisters Manchester United.

«Wir waren intensiv unterwegs», sagte Profifußball-Leiter Clemens Fritz am Donnerstag über seine arbeitsreichen Wochen. «Wir haben für uns schon im vergangenen Jahr klare Profile festgelegt. Für uns war klar, dass wir junge, entwicklungsfähige Potenzialspieler dazuholen wollen. Spieler, die uns in der Breite helfen und die uns mehr Flexibilität geben.» Da sei es «auch relativ egal, von welchem Kontinent die kommen».

Junge Spieler weiterzubilden und auch möglichst teuer weiterzuverkaufen: Dieses Konzept beinahe jedes Mittelklasse-Clubs wird bei Werder zwar schon länger propagiert, aber offenbar erst jetzt auch mit Nachdruck angegangen. Die Realität war in den vergangenen Jahren eher, dass Profis wie Julian Brandt (Borussia Dortmund), Anton Stach (1899 Hoffenheim) oder Deniz Undav (VfB Stuttgart) zwar in Bremen und weiterer Umgebung aufwuchsen. Nationalspieler wurden sie dann aber anderswo.

Das soll in Zukunft nicht mehr passieren. Auch die 38 Millionen Euro, die ein Bündnis regionaler Investoren in den Club steckt, dienen diesem Ziel: «Wir werden intelligent investieren und möchten junge, talentierte Spieler in einem Alter von 16 bis 22 verpflichten», sagte Geschäftsführer Klaus Filbry.

In dieser Beziehung hatte der nächste Gegner Mainz 05 den Bremern über Jahre den Rang abgelaufen. Für den Verkauf von Spielern wie Abdou Diallo, Jean-Philippe Gbamin und Jhon Córdoba nahm der Club rund 70 Millionen Euro ein. Vor dem Spiel am Samstag haben sich die Vorzeichen allerdings verändert. Mainz ist Tabellenvorletzter und muss aufpassen, seinen 120. Geburtstag im kommenden Jahr nicht in der 2. Bundesliga zu feiern.

© dpa ⁄ Sebastian Stiekel, dpa
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