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Werder international: Schlüsselspiel in Hoffenheim

Werder Bremen hat schon viele rauschende Europapokal-Abende erlebt. Doch das ist lange her. Umso größer ist der Wunsch an der Weser, wieder international dabei zu sein. Klappt es schon dieses Jahr?
Justin Njinmah
Der Mainzer Sepp van den Berg (r) köpft gegen Bremens Justin Njinmah. © Torsten Silz/dpa

Werder Bremen auf Platz acht, ganz dicht dran an den internationalen Plätzen. Das hatte zur Winterpause noch niemand erwartet. Doch mit bislang 14 Punkten im Jahr 2024 haben sich die Grün-Weißen in der Tabelle vorgeschoben und träumen vor dem Duell beim punktgleichen Tabellensiebten 1899 Hoffenheim (Sonntag, 17.30/DAZN) vor der Rückkehr nach Europa. «Umso mehr du gewinnst, umso eher kannst du dich in der Tabelle vorwagen», sagte Werder-Coach Ole Werner angesichts der guten Bremer Phase in diesem Jahr.

Ob es mit einer Teilnahme an der European Conference League oder sogar der Europa League schon in diesem Jahr klappt, werden die nächsten Wochen zeigen. Fest steht aber, dass das Thema Europa bei Werder nach Jahren der sportlichen Tristesse wieder auf der Agenda steht.

Das machte auch Fußballchef Clemens Fritz, ab Sommer Geschäftsführer Sport bei den Norddeutschen, deutlich. «Wir Bremer können uns doch alle noch gut daran erinnern, wie es ist, wenn hier unter der Woche abends das Flutlicht angeht und Europa zu Gast ist. Das waren tolle Momente», sagte Fritz am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion der «Deichstube». «Den Anspruch, perspektivisch wieder international dabei zu sein, müssen wir einfach haben. In meinen Augen ist es völlig legitim, zu sagen, dass wir im Windschatten um die internationalen Plätze dabei sein wollen.»

Um aus diesem Windschatten bereits in dieser Saison den Sprung nach Europa zu schaffen, wäre ein Sieg in Hoffenheim am Sonntag sehr wichtig. Doch Werner warnt vor den Gastgebern. «Wenn sie ihre Leistung auf den Platz bringen, sind sie für mich eine Spitzenmannschaft in der Bundesliga», sagte der Bremer Trainer.

Angesichts erst einer Niederlage in diesem Jahr reisen die Grün-Weißen aber mit viel Selbstvertrauen in den Kraichgau. Erstmals in der Club-Historie könnten die Bremer in der Bundesliga vier Auswärtssiege in Serie feiern. «Das zeigt, dass die Mannschaft gut gearbeitet und gepunktet hat», sagte Werner. «Wir wollen die drei Punkte. Aber nicht wegen der Historie, sondern um unsere Situation in der Tabelle weiter zu verbessern.»

Ob Justin Njinmah dabei mitwirken kann, ist noch unklar. Der Angreifer plagt sich mit Leistenbeschwerden und konnte am Freitag nur individuell trainieren. «Es ist nichts Wildes. Aber wir müssen das Abschlusstraining am Samstag abwarten», sagte Werner. Ansonsten hat sich an der Personalsituation bei den Bremern im Vergleich zum 1:1 gegen Darmstadt vor einer Woche nichts verändert. Offen ist noch, wer auf der linken Außenbahn des Fußball-Bundesligisten zum Einsatz kommt. Werner hat hier die Wahl zwischen Felix Agu und Olivier Deman.

© dpa
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