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«Shrinkflation»: Schrumpfpackungen verteuern Lebensmittel

Steigende Preise sind für viele Menschen ein Problem. Teilweise ist die Verteuerung auch versteckt - laut Verbraucherzentrale ein verbreitetes Problem auch in Mecklenburg-Vorpommern.
An der Kasse eines Supermarktes
Eine Kassiererin gibt einer Kundin Wechselgeld an der Kasse eines Supermarktes. © Julian Stratenschulte/dpa

Nach Angaben der Verbraucherzentrale in Mecklenburg-Vorpommern ist die Verteuerung von Lebensmitteln durch weniger Packungsinhalt auch im Nordosten weit verbreitet. Solche versteckten Preissteigerungen hätten die Verbraucher im Land 2023 vor große Herausforderungen gestellt, sagte die Chefin der Verbraucherzentrale MV, Wiebke Cornelius, der Deutschen Presse-Agentur. Das Phänomen wird auch «Shrinkflation» genannt, eine Kombination der englischen Wörter für Schrumpfen und Inflation.

Besonders betroffen sind laut Verbraucherzentrale industriell gefertigte Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs, etwa Snacks wie Chips, Süßwaren, Käse, Tiefkühlkost, aber auch Waschmittel, Duschgel und andere Drogerieprodukte.

Cornelius sagte, oft seien die Produkte durch die reduzierte Füllmenge um 20 Prozent teurer geworden, manche sogar um mehr als 75 Prozent.

Verbraucher sollen der Verbraucherzentrale entdeckte Mogelpackungen melden, die eine entsprechende Liste führe. Besondere Vorsicht gelte bei neuen Verpackungen von Produkten und Hinweisen zu neuer Größe und neuer Rezeptur. Sinnvoll sei der Vergleich von Grundpreisen etwa je Kilogramm oder Liter. Ein weiteres Phänomen sei die sogenannte «Skimpflation» (vom englischen «skimp» für knausern). Dabei sinke auch die Qualität des Produkts, weil Zutaten durch minderwertigere ersetzt würden.

Insgesamt seien steigende Lebensmittelpreise für viele Menschen 2023 ein Problem gewesen. Neben hohen Energiepreisen sei es das wichtigste Thema für die Verbraucherzentrale gewesen. Die Beratungen zum Thema Energie lagen den Angaben zufolge noch einmal um sieben Prozent höher als im Vorjahr. Schon für 2022 hatte Cornelius mit Blick auf Anfragen und Beratungen im Bereich Energie- und Preiskrise von einem Rekordjahr gesprochen.

Die Energiepreise für private Haushalte seien zwar im Vergleich zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2022 mittlerweile wieder gefallen, jedoch lägen sie in vielen Fällen immer noch deutlich über Vorkrisenniveau. Insbesondere die hitzige Diskussion über das Heizungsgesetz des Bundes habe der Verbraucherzentrale im zurückliegenden Jahr einen enormen Beratungsbedarf beschert. Nach Cornelius' Einschätzung werden Energieversorgung und Lebensmittelpreise auch 2024 zentrale Themen für die Verbraucherzentrale in MV bleiben.

© dpa
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