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Mehr als 8000 Waffenbesitzer in Hamburg

Nach dem Amoklauf bei den Zeugen Jehovas in Hamburg wurde über eine Verschärfung des Waffenrechts debattiert. Neue Zahlen aus dem Nationalen Waffenregister zeigen wenig Veränderung in der Hansestadt.
Pistole
Eine Faustfeuerwaffe mit Magazin und Munition. © David Young/dpa/Symbolbild

Mehr als 8000 Menschen in Hamburg besitzen eine private Waffe. Wie aus dem Nationalen Waffenregister hervorgeht, waren Ende vergangenen Jahres genau 8118 Besitzer von Waffen oder Waffenteilen, die sich zu einer Schusswaffe zusammensetzen lassen, in der Hansestadt registriert. Ende 2022 waren es 8145 gewesen. Der leichte Rückgang könne mit einer Datenbereinigung zusammenhängen, erklärte das Bundesverwaltungsamt auf seiner Internetseite.

26 659 waffenrechtliche Erlaubnisse waren Ende 2023 in Hamburg gespeichert. Ein Jahr zuvor waren es den Angaben zufolge 26 061 gewesen, woraus sich ein Anstieg um 2,3 Prozent ergibt. Zu den waffenrechtlichen Erlaubnissen zählen auch die Kleinen Waffenscheine, die man für Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen braucht. Die Zahl dieser vergleichsweise leicht zu bekommenden waffenrechtlichen Erlaubnisse stieg von 9738 Ende 2022 auf 10 222 Ende 2023.

Bundesweit weist das Waffenregister für Ende des vergangenen Jahres 5,02 Millionen Waffen, 941.697 private Waffenbesitzer und 2,95 Millionen waffenrechtliche Erlaubnisse aus. Die Zahl der Kleinen Waffenscheine wird mit 833.870 angegeben.

Nach dem Amoklauf eines 35-Jährigen bei den Zeugen Jehovas in Hamburg-Alsterdorf war in Deutschland über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert worden. Innensenator Andy Grote (SPD) konnte sich aber auf der Innenministerkonferenz nicht mit einem Vorschlag durchsetzen, der eine intensivere Bewertung der persönlichen Eignung und Zuverlässigkeit vor Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse vorsah. Der Senator kündigte jedoch eine personelle Verstärkung der Hamburger Waffenbehörde an.

Am 9. März 2023 hatte der 35 Jahre alte Philipp F. in einem Gemeindezentrum der Zeugen Jehovas sieben Menschen und sich selbst erschossen. Der Besitz der Tatwaffe war ihm von der Waffenbehörde genehmigt worden. Eine Überprüfung in seiner Wohnung nach einem anonymen Hinweis auf psychische Auffälligkeiten war wenige Wochen vor der Tat ohne weitere Maßnahmen geblieben.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte zum Jahrestag des Amoklaufs an die FDP appelliert, einer Verschärfung des Waffenrechts nicht länger im Wege zu stehen und gleichzeitig Bereitschaft zu Zugeständnissen signalisiert. Die FDP lehnt eine Änderung des Waffenrechts bisher ab und setzt stattdessen auf eine bessere Durchsetzung des geltenden Rechts.

© dpa
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