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Kiel kassiert Derby-Pleite: «Brutal trauriger Tag»

Das 26:33 ist die höchste Bundesliga-Heimiederlage des THW Kiel gegen die SG Flensburg-Handewitt und enttäuscht den Trainer. Flensburg freut sich über den 40. Sieg im 110. Schleswig-Holstein-Derby.
THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt
Kiels Patrick Wiencek (l) setzt sich gegen Flensburgs Johannes Golla, Blaz Blagotinsek und Mads Mensah Larsen durch. © Frank Molter/dpa

Sprachlos und mit verschränkten Armen verfolgte Filip Jicha schon Minuten vor dem Ende des 110. Nordderbys zwischen den Bundesliga-Handballern des THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt das Geschehen auf dem Spielfeld. Der THW-Coach musste mit ansehen, wie sein Team bei der 26:33 (10:13)-Niederlage vom Nordrivalen abgefertigt wurde. Bei der Pressekonferenz hatte der 41-jährige Tscheche dann seine Worte aber wiedergefunden. «Das ist für mich ein brutal trauriger Tag», sagte Jicha.

«Wir haben heute keine Chance gehabt», fasste Kiels kroatischer Kapitän Domagoj Duvnjak die Partie vor den 10 285 Zuschauern in der ausverkauften Wunderino-Arena zusammen. Für den starken SG-Keeper Kevin Möller stand dagegen fest: «Wir haben unsere Coolness behalten.»

Die Flensburger, die nach dem 28:27 im Hinspiel ihren 40. Sieg im Nord-Klassiker und den höchsten Bundesliga-Erfolg in des Gegners Halle feierten, bleiben mit 39:11 Punkten Tabellendritter. Der THW fiel mit 34:14 Zählern auf Rang fünf zurück und kann einen Champions-League-Start in der kommenden Saison wohl abschreiben. Beste THW-Werfer des Spiels waren Petter Överby und Patrick Wiencek mit je vier Treffern. Für die Flensburger war der überragende Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla neunmal erfolgreich.

Die Gastgeber mussten kurzfristig auf Hendrik Pekeler verzichten. Der Abwehrspezialist hatte sich im Training eine Fußverletzung zugezogen. Nach einem fehlerhaften Beginn beider Teams fanden die Gäste aus Flensburg besser in ihren Rhythmus. Golla traf in der 12. Minute zum 6:3 für die SG, der Österreicher Boris Zivkovic erhöhte mit seinem ersten Derbytreffer auf 13:8 (29.) für die Gäste.

Mit fünf Treffern in Serie glichen die Kieler zwei Minuten nach der Pause wieder zum 13:13 aus. Nun nahm die Partie, die in der ersten Hälfte eher unspektakulär war, richtig Fahrt auf. Die Flensburger wehrten den Ansturm des Erzrivalen ab und lagen nach dem 22:17 durch Jim Gottfridsson (42.) wieder mit fünf Treffern vorn.

Schon in der 50. Minute nahm THW-Coach Jicha seine letzte Auszeit. Am Flensburger Sieg im Nord-Klassiker änderte aber auch das nichts mehr. Nach dem 21:30 (52.) gelang dem Rekordmeister in der verbleibenden Spielzeit immerhin noch etwas Ergebniskosmetik. 

Redaktionshinweis: Der Sieg der SG Flensburg-Handewitt war der der höchste in der Bundesliga in der Kieler Arena. Die Meldung wurde entsprechend berichtigt. (23.03.2024 18.01 Uhr)

© dpa
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