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Boldt offenbar vor HSV-Verbleib: Baumgart ganz gelassen

Seit Wochen steht HSV-Sportvorstand Boldt in der Kritik. Laut einem Medienbericht geht der Zweitligist aber möglicherweise doch mit dem 42-Jährigen in die nächste Saison.
Trainer Steffen Baumgart vom Hamburger SV
Trainer Steffen Baumgart. © David Inderlied/dpa

Jonas Boldt könnte beim Hamburger SV der große Gewinner einer sportlich erfolglosen Saison werden. Trotz fünf verpasster Bundesliga-Aufstiege unter der Regie des 42-Jährigen soll der Sportvorstand nach einem Bericht des «Hamburger Abendblatts» weiter die Verantwortung beim HSV tragen. Und das, obwohl es durchaus prominente Alternativ-Kandidaten gab und obwohl dieser in vielen Belangen für die Liga überqualifizierte Club nun in sein siebtes Zweitliga-Jahr geht.

Wie die Zeitung am Donnerstagabend berichtete, muss Boldt für seinen Verbleib noch die sechs Mitglieder des Aufsichtsrats mit einer Analyse dieser Saison und seinen Plänen für die Zukunft überzeugen. Demnach plant der Sportchef, einen Technischen Direktor zu installieren. Andere Namen wie Jörg Schmadtke, Felix Magath oder Oliver Bierhoff haben aber bereits abgesagt oder keine Mehrheit in dem Gremium.   

Sollte es zu dem sechsten Boldt-Jahr in der Hansestadt kommen, dürfte sich auch der von ihm im Februar installierte Trainer Steffen Baumgart im Sommer in Ruhe auf die kommende Saison vorbereiten. Der zeigte sich am Freitag vor dem letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky) ganz gelassen. «Ich habe die Info, dass beide im Austausch sind, dass wir alle im Austausch sind», sagte der 52-Jährige. «Ich habe einen Vertrag nächstes Jahr. Und ich bin hier nicht angetreten, als ich den Vertrag unterschrieben habe, Trainer in der ersten Liga zu sein, sondern Trainer beim HSV», sagte Baumgart. 

Bei einem Aus von Boldt ist es nicht sicher, ob auch sein Nachfolger auf Baumgart setzen würde. «Ich habe das Gefühl: Mit den Jungs, mit denen ich tagtäglich zusammenhänge, ist alles ruhig. Nicht entspannt, aber wird sind klar in unseren Zielen und unseren Gedanken», sagte der Trainer. Die Unruhe komme laut Baumgart von außen herein.

Der Nachfolger des zweimal in Folge in der Relegation gescheiterten Ex-Trainers Tim Walter konnte den HSV nur teilweise stabilisieren. Er übernahm die Mannschaft als Tabellendritter - und kann jetzt genau wie 2019, 2020 und 2021 maximal noch Vierter werden. 

Lange hielt Boldt an Walter fest. Der begeisterte zwar regelmäßig mit seinem spektakulären Offensivfußball, doch defensiv blieben die Hanseaten oft zu anfällig. Nach dem Geschmack vieler Kritiker hielt Boldt zu lange an Walter fest, ehe Baumgart dann kurz nach der Winterpause übernahm. 

In der kommenden Saison wird der HSV durch die Aufstiege des FC St. Pauli und von Holstein Kiel die Mannschaft mit der längsten Zweitliga-Zugehörigkeit am Stück sein. Das fällt in die Verantwortung des Sportvorstands. Boldt jedoch verteidigt sich damit, dass sein Wirken im Club weit über die sportlichen Aufgaben hinausgeht. Dass er Einheit und Kontinuität in einen chronisch unruhigen Verein gebracht hat. 

Im Aufsichtsrat ist seine Akzeptanz in dieser Saison gesunken. Mehrere Kandidaten wurden als Nachfolgekandidaten gehandelt. Darunter Jörg Schmadtke (60), Oliver Bierhoff (56), Fabian Wohlgemuth (45) und Felix Magath (70).

Das HSV-Idol hatte sich schon vor einigen Wochen selbst als Kandidat ins Gespräch gebracht. Magath ist der Favorit des Investors Klaus-Michael Kühne, konnte im Aufsichtsrat aber zu wenige Leute überzeugen. Kühne und das Aufsichtsratsmitglied Markus Frömming sollen laut «Hamburger Abendblatt» zudem Kontakt mit Vertrauensleuten des früheren HSV-Spielers und Bayern-München-Sportvorstands Hasan Salihamidzic (47) aufgenommen haben.

Boldt dürfte nun von der erfolglosen Suche profitieren. In den vergangenen Tagen stärkte er dem wegen Dopings gesperrten Abwehrspieler Mario Vuskovic vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS den Rücken. Vuskovic war 2023 vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes der Einnahme des Blutdopingmittels Epo für schuldig befunden und rückwirkend mit einer zweijährigen Sperre belegt worden. Der Kroate bestreitet den Doping. Und Boldt rechnet mit einem CAS-Urteil noch vor dem Start der nächsten Saison. 

Möglicherweise kann Baumgart dann wieder auf den Innenverteidiger zählen. Der Trainer weiß, dass in der Sommerpause viel zu tun ist. Er sei nicht zufrieden mit den vergangenen Wochen, sagte er. «Auch mit der persönlichen Ausbeute nicht. Und dementsprechend haben wir dann im nächsten Jahr viel zu tun.»

© dpa ⁄ Felix Schröder, dpa
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