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Fahrradverband fordert mehr Tempo beim Radwegeausbau

Das Land will deutlich mehr Menschen auf ihr Fahrrad bekommen. Dafür mangelt es vielerorts noch immer an guten Radwegen. Der ADFC fordert mehr Tempo beim Ausbau.
Brandenburg intensiviert in Radwegeausbau.
Der Sonnenaufgang scheint auf Wolken über dem Oder-Neiße-Radweg am Deich nahe dem deutsch-polnischen Grenzfluss Oder. © Patrick Pleul/dpa

Der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) in Brandenburg hat mehr Tempo beim Ausbau der Radwege gefordert. Es brauche deutlich mehr Geschwindigkeit als aktuell, um die Ziele der Landesregierung zu erreichen, sagte Christian Wessel, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Brandenburg, am Montag. «Es braucht eine Radverkehrsoffensive, die ihren Namen verdient.»

Das Verkehrsministerium in Brandenburg will die Radwege im Land stärken. Bis zum Jahr 2030 sollen die Menschen in Brandenburg 20 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad zurücklegen können. Eine Radstrategie dafür stellte das Ministerium im vergangenen Jahr vor. Aktuell wird das Fahrrad von den Brandenburgern für etwa elf Prozent ihrer zurückgelegten Strecken genutzt.

Das Land müsse «klotzen und nicht kleckern», damit «überall in Brandenburg inner- und außerorts ein durchgängiges und sicheres Netz an Radrouten entsteht und nicht nur hier und da ein paar Kilometer Radweg, der dann abrupt endet», führte Wessel seine Forderung aus. Strategien seien definiert, gesetzliche Grundlagen beschlossen. Nun müssten Planungen und Umsetzungen Fahrt aufnehmen und das Land die kommunale Ebene entsprechend unterstützen, so Wessel.

Das Verkehrsministerium teilte mit, dass der Erhalt von bestehenden Radwegen einen wesentlichen Anteil der Arbeiten ausmache. Das zeigten die Daten des vergangenen und aktuellen Jahres, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Dabei handele es sich meist um vergleichsweise günstige und relativ schnell zu realisierende Maßnahmen. Erhaltungsmaßnahmen reichten aber nicht aus, führte der Ministeriumssprecher aus.

Für die gewünschte Verbesserung müssten vor allem Netzlücken mit aufwendigen Neubaumaßnahmen geschlossen werden. Wie viele Kilometer Radwege vom Land im vergangenen Jahr errichtet wurden, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch eine Zielmarke zum Ausbau ließ er offen. Ein jährliches «km-Ziel» könne nicht alleiniger Maßstab sein.

Im vergangenen Jahr seien insgesamt 29 Radwegevorhaben fertiggestellt worden, erläuterte der Sprecher. Dabei handelte es sich um 20 Ausbesserungen und neun Neubauten. So seien an der B1 zwischen Plaue und Neubensdorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark etwa vier Kilometer Radweg neu gebaut worden.

Im kommenden Jahr plant das Land nach Ministeriumsangaben 27 Radwegevorhaben. Hierbei handelt es sich um 17 Nachbesserungen und um 10 Neubauprojekte. Eines der größeren Neubauten wird die Radstrecke an der B 167 zwischen Neuhardenberg und Altfriedland im Landkreis Märkisch-Oderland sein. Hier werden laut Ministerium rund drei Kilometer Radweg neu entstehen.

Bislang erstrecken sich die Radwege entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Brandenburg laut Fahrrad-Club auf insgesamt 2000 Kilometer. In Brandenburg standen 2023 insgesamt 44 Millionen Euro für Radwegeverbindungen zu Verfügung, wie es im Herbst 2023 vom Verkehrsministerium hieß. In diesem Jahr soll es eine ähnliche Summe sein.

© dpa
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