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Berlin ist kleiner als gedacht: Verschärfte Haushaltslage

In Berlin leben einer neuen Statistik zufolge rund 130.000 Menschen weniger als bisher angenommen. Das hat Auswirkungen auf den Landeshaushalt. Der Zensus verrät aber noch mehr.
Zensus 2022
Oliver Heidinger (l-r), Thomas Gößl, Florian Burg, Ruth Brand und Stefan Dittrich geben eine Pressekonferenz zum Start der Veröffentlichung der Ergebnisse des Zensus 2022 zur Bevölkerungszahl und Wohnungen nach Energieträger der Heizung, Wohnfläche und Nettokaltmiete. © Kay Nietfeld/dpa

Die jüngste Bevölkerungserhebung Zensus 2022 lässt Berlin statistisch schrumpfen und verschärft damit die finanzielle Lage. Der Erhebung zufolge lebten am 15. Mai 2022 rund 3,6 Millionen Menschen in der Hauptstadt und damit rund 129.000 weniger, als die amtliche Bevölkerungsfortschreibung für diesen Zeitpunkt ermittelt hatte. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mit. Der Zensus 2022 liefert für Länder und Gemeinden die neue amtliche Bevölkerungszahl. Sie ist ausschlaggebend dafür, wie viel Geld sie aus dem Steuerverteilungssystem erhalten.

Weil in Berlin statistisch nun deutlich weniger Menschen leben als bisher angenommen, erhält das Land auch weniger Geld aus dem Steuerverteilungssystem. Bis 2028 muss Berlin pro Jahr nach und nach auf bis zu 550 Millionen Euro verzichten, wie Finanzsenator Stefan Evers (CDU) am Dienstag sagte. Zwar habe der Senat finanziell vorgesorgt. Doch spätestens ab 2025 bleibt demnach eine Steuerlücke von mindestens 150 Millionen Euro. Hinzu kommen mögliche Rückzahlungen für 2022 und 2023.

Dabei ist die Lage im Haushalt schon jetzt angespannt. Um mit der schrittweisen Reduzierung des während der Corona-Pandemie stark gestiegenen Haushaltsvolumens zu beginnen, werden im Etat für das laufende Jahr 1,75 Milliarden Euro gestrichen - die Koalitionsspitzen verständigten sich zuletzt auf eine lange Sparliste. Schlechte Nachrichten brachte auch die jüngste Steuerschätzung, wonach sich der Senat auf Steuermindereinnahmen von rund 174 Millionen Euro einstellen muss.

«Ich habe immer wieder gesagt, dass die Staatsausgaben in Berlin auf das normale Maß zurückgeführt werden müssen», sagte Evers am Dienstag. «Die Ergebnisse des heutigen Zensus bekräftigen das noch einmal.» Der Senat müsse sich darauf konzentrieren, dass das Land auch mit weniger Geld gut funktioniere.

Für den Zensus 2022 wurden allein in Berlin mehr als 700.000 Menschen befragt. Er gibt auch Auskunft über die demografische Zusammensetzung der Bevölkerung sowie über die Wohnungsstruktur in Berlin.

Demnach lebten in Berlin zum Stichtag im Jahr 2022 mehr Frauen als Männer. Knapp zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner waren ledig, rund 1,1 Millionen verheiratet. Mehr als eine Million Berlinerinnen und Berliner haben dieser Statistik zufolge eine Einwanderungsgeschichte, sind also entweder selbst eingewandert oder Nachkommen von Einwanderern.

Die rund 3,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf knapp zwei Millionen Haushalte. Deutlich mehr als die Hälfte davon sind Ein-Personen-Haushalte. Knapp eine halbe Million Haushalte werden von zwei Menschen geteilt. Wenig überraschend leben in Berlin die meisten Menschen zur Miete: Von insgesamt mehr als zwei Millionen erfassten Wohnungen werden dem Zensus zufolge rund 1,7 Millionen vermietet. Geheizt wird in rund der Hälfte der Wohngebäude mit Gas. Auch Heizöl macht einen beträchtlichen Anteil bei den Energieträgern aus. Wärmepumpen und Solar- oder Geothermieanlagen gibt es in knapp 14.000 Gebäuden.

© dpa
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