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«Wie Roulette» - «Let's Dance» lässt wieder Promis tanzen

Die Show «Let's Dance» eröffnet abermals das Tanzparkett. Der Ablauf ist wohl erprobt, aber die Kandidaten sind natürlich neu. Einer von ihnen bringt ziemlich viel Fallhöhe mit - andere ihre Follower.
Jury
Die Jury der Tanz-Show «Let's Dance» mit Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi (l-r). © Frank W. Hempel/RTL+ /dpa

Als Detlef Soost in der Castingshow «Popstars» noch Musik- und Tanz-Talente auf Erfolg zu trimmen versuchte, eilte ihm ein gewisser Ruf voraus. Da galt er als Mister «Pam, Pam, Pam!» - Motivator, Anhänger von Disziplin und oft auch knallharter Juror. Am Freitag (23. Februar, 20.15 Uhr, RTL) werden nun die Rollen getauscht.

Dann muss Soost, ausgebildeter Tänzer und Choreograf, selbst vortanzen - und mit einer Jury rechnen, die ihn nicht in Watte packen wird. Der 53-Jährige ist einer der neuen Kandidaten der RTL-Show «Let's Dance», die dann startet.

Die 17. Staffel der Sendung schickt insgesamt 14 Promis auf das wiedereröffnete Tanzparkett. Die Zusammenstellung ist wie so oft in der Show recht breit angelegt, von ganz jung bis etwas älter, vom klassischen Schauspieler bis zum Influencer mit vielen Followern. Wohltuend wenig Personal ist dabei, das schon durch zig andere Formate geschleust wurde.

Jury altbewährt

Neben Soost sind unter anderem Food-Blogger und Giovanni-Zarrella-Bruder Stefano Zarrella sowie Fitness-Influencerin Sophia Thiel mit dabei, aber auch «Bergdoktor»-Schauspieler Mark Keller. «Es ist vielversprechend», sagt Jurorin Motsi Mabuse, die wieder neben Jorge González und Joachim Llambi über die Tänze urteilen wird, der Deutschen Presse-Agentur zum diesjährigen «Let's Dance»-Jahrgang. Sie glaube, dass es recht konkurrenzbetont zugehen werde. «Die wollen alle mit Leistung begeistern. Die bereiten sich alle vor. Sie haben verstanden, dass das ein Wettbewerb ist.»

Soost gehört vor dem Start aber sicherlich zu den interessanteren Personalien, einfach wegen seiner Fallhöhe. Es ist ein wenig so, als ob Dieter Bohlen plötzlich selbst bei «Deutschland sucht den Superstar» vorsingen müsste. Jorge González hat sich darüber auch schon Gedanken gemacht. «Natürlich hat er viel Erfahrung. Aber er ist ganz andere Tanz-Stile gewohnt», sagt er über Soost. Bei «Let's Dance» werde zum Beispiel Slowfox oder Rumba getanzt. Das ist eher nicht das, was bei «Popstars» gefragt war. «Und ich glaube, dass er zusätzlich noch ein Perfektionist ist, der eigentlich alles kontrollieren will», sagt González. «Und das ist noch schwieriger. Er wird loslassen müssen. Mal schauen, ob er das kann.»

Studio mit neuem visuellen «Fresh-up»

Wie immer bilden die Promis Paare mit Profi-Tänzerinnen und Profi-Tänzern. Wer mit wem über das Parkett schwofen darf, wird aber erst in der ersten Sendung enthüllt. Dann wird auch klarer zu sehen sein, wer sich echte Hoffnungen auf einen Sieg am Ende der Staffel machen kann, die übrigens in einem Studio mit neuem visuellen «Fresh-up» produziert wird, wie es RTL nennt. Als Profi kann man da auch mal in die Grütze greifen. «Wenn du als Profi mittanzt, weißt du ja auch nie, welchen Prominenten du bekommst. Das ist ein bisschen wie Roulette», gibt Motsi Mabuse zu, die einst selbst mittanzte.

Wobei Llambi das nicht recht gelten lassen will. Er führt dazu als Beispiel den Sport-Moderator Ulli Potofski an, der sich in einer der zurückliegenden Staffeln nicht gerade als Tanz-Naturtalent zu erkennen gab. «Da hat jeder, der etwas von Tanzen versteht, gedacht: Der schafft es maximal bis zur zweiten Show. Seine Tanz-Partnerin Kathrin Menzinger dachte sicherlich auch damals: Naja, da habe ich dann früh Feierabend», berichtet Llambi. «Aber weit gefehlt. Die Zuschauer haben für die beiden angerufen – und sie kamen bis in die fünfte Show. Das ist manchmal nicht vorhersehbar.»

Was Llambi aber auch verrät: In der Jury hat man früh ein Gefühl dafür, wer weit kommen könnte. «Wir in der Jury sehen natürlich in der ersten Show, wer gewisse Anlagen hat und wer nicht», sagt er. «Wenn Sie dann tanzen, wissen wir eigentlich nach zehn Sekunden: Dass kann etwas werden. Oder eben gar nicht.»

Auch Detlef Soost wird diese zehn Sekunden bekommen. Und dann? Mal sehen.

© dpa ⁄ Jonas-Erik Schmidt, dpa

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