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Kabarett-Preisträgerin Kinseher setzt auf «Nachrichtendetox»

Ob als «Mama Bavaria» oder «Frau Lallinger» - die Kabarettistin Luise Kinseher schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen. Für diese Vielseitigkeit und ihre Art des Humors wurde sie nun ausgezeichnet.
Luise Kinseher
Kabarettistin Luise Kinseher hat den Deutschen Kabarett-Preis erhalten. © Daniel Karmann/dpa

Die Münchner Kabarettistin Luise Kinseher setzt zeitweise auf «Nachrichtendetox», verfolgt dann also keine Nachrichten. Davon profitiere auch ihre Arbeit, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist interessant, in die Stille hineinzuhören, wo sich Themen ergeben, die für das Kabarett ebenso relevant sind, ohne erneut den Weltuntergang heraufbeschwören zu müssen.»

Luise Kinseher erhielt gestern den Deutschen Kabarett-Preis in der Tafelhalle in Nürnberg. Diesen vergibt das Nürnberger Burgtheater seit 1991. Kinseher wurde mit dem 6000 Euro dotierten Hauptpreis ausgezeichnet - für ihre vielen Gesichter und Bühnenpersönlichkeiten, wie es in der Begründung heißt. «In allen Begebenheiten des Lebens den komischen Moment zu entdecken und daraus Mut zu schöpfen, zeichnet ihren Humor aus.» Der mit 4000 Euro dotierte Programmpreis ging an den Kabarettisten Philipp Scharrenberg, der mit 2000 Euro dotierte Sonderpreis an die Kabarettistin Eva Eiselt.

Bekannt ist Kinseher zum Beispiel für ihre Rolle als «Mama Bavaria», die der Politik auf den Zahn fühlt oder als Kioskbesitzerin «Frau Lallinger», die über alle möglichen Themen des Lebens philosophiert. Seit 1998 ist sie auf deutschsprachigen Kabarettbühnen unterwegs und hat bereits viele Auszeichnungen erhalten. Sie freue sich aber jedes Mal erneut, sagte sie. «Ich finde es herrlich, Preise zu bekommen: Einerseits sind sie Bestätigungen, aber andererseits auch ein neuer Kick, weiterzumachen und nicht in der Komfortzone auszuruhen.»

Die Diskussion um Gendersprache wird auch immer wieder im Kabarett aufgegriffen, für Kinseher ist das jedoch kein Thema. «In spätestens zwanzig Jahren wird die hitzige Debatte über korrekte Sprache vergessen sein», sagte sie. «Ich möchte dann in einer offenen Gesellschaft leben, in der alle Menschen mit Respekt behandelt werden, Minderheiten selbstverständlich miteinbezogen werden und Frauen wirklich absolut gleichberechtigt sind.»

© dpa
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