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Planet Utopia - dritte Kinderbiennale in Dresden

Die Idee stammt aus Fernost. Zweimal hat Europas Kinderbiennale schon über Dresden hinaus Furore gemacht - mit Gegenwartskunst, die zum Entdecken, Mitmachen und Nachdenken animiert.
Wandbemalung
Die Kinderbiennale in Dresden lädt zum Mitmachen ein. © Sebastian Kahnert/dpa

Internationale Künstler und Kinder machen das Japanische Palais in Dresden wieder für neun Monate zum Ort der Zukunft. Im Fokus der 3. Kinderbiennale der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) stehen Visionen von Frieden, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit, aber auch Toleranz und Gemeinschaft.

«Es ist die Frage, wie wir die Welt gestalten und zu einem besseren Ort machen können», sagte Kuratorin Anna Aulich. Das Ausstellungskonzept basiert auch auf Träumen, Wünschen und Ideen von 130 Kinderbeiräten der zweiten bis sechsten Klasse aus Schulen der Elbestadt. Sie hätten sehr konkrete Vorstellungen von der Zukunft, die sie reflektierten und zudem die Sammlungen der SKD erforscht. 

Der «Planet Utopia» im Barockpalais wird mit einem großen Fest am Internationalen Kindertag eröffnet und ist eintrittsfrei. In zehn Räumen des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert sind Kunstwerke installiert, die Gefühle, Empathie und Phänomene der Natur, aber ebenso gesellschaftlichen und politischen Fragen berühren. Dabei wird traditionell auch Interaktion erwartet. 

Unterwasserwelt aus Plastikflaschen

So sollen sich mit Kreisen überzogene Wände gemäß der Aufforderung «Today I feel like ...» mit gezeichneten Gesichtern füllen oder ein Insektenreich aktiviert werden. Dafür studierten Kinderräte zuvor solche Tierchen am Elbufer und zeichneten Fantasie-Exemplare wie Saugerkäfer oder Blasenfalter, die nun dreidimensional aus Folie handgefertigt in mundgeblasenen Glaskörpern umherflattern - bei Annäherung. 

Es gibt eine Unterwasserwelt aus Plastikflaschen samt Riesen-Kalamar, ein Geruchs-Memory, eine über zwei Räume reichende Skulptur aus Pappe oder eine mäandernde Skulptur aus Luft, umschlossen von zartem Textil. In einem Utopia-Labor, das von verschiedenen Künstlern bespielt wird, werden Visionen gesammelt, es gibt ein Songwriting-Projekt zu Kinderrechten und «Sterne zum Anfassen» - eine künstlerische Reflexion zum Phänomen der Lichtverschmutzung. 

Die mit einem breiten Bildungsprogramm, offenen Werkstätten, Abendöffnung sowie Angeboten auch für Babys und Kleinkinder verbundene Schau ist eine Kooperation mit der National Gallery Singapore, deren Kinderbiennale Vorbild für Europas Ausgabe war. 

© dpa
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