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Rüdiger mit Real im Halbfinale: «Vom Fehler zur Ekstase»

Nationalspieler Rüdiger schießt Real Madrid mit seinem Elfer ins Halbfinal-Duell mit den Bayern. Doch nicht nur deswegen ist er für Teamkollege Kroos der Held der Spanier.
Reals Spieler jubeln
Bereit für Bayern: Kroos und Co. feiern Rüdiger nach seinem verwandelten Elfmeter. © Dave Thompson/AP

Einen kleinen Moment schaute Nationalspieler Antonio Rüdiger seinem über den Innenpfosten verwandelten Elfmeter für das Halbfinale der Königsklasse noch nach, um wirklich sicherzugehen. Dann gab es auf dem Weg zur Jubeltraube mit seinen Mitspielern kein Halten mehr für den Abwehrspieler von Real Madrid.

Der 31-Jährige war der Matchwinner für die Königlichen beim 4:3 im Elfmeterschießen bei Titelverteidiger Manchester City - und das nicht nur wegen des entscheidenden Strafstoßes.

«Er gibt der Mannschaft sehr, sehr viel, das hat er heute einmal mehr bewiesen», sagte Teamkollege Toni Kroos, der im Halbfinale nun auf seinen Ex-Club Bayern München trifft, nach dem Viertelfinal-Rückspiel bei DAZN. In Hin- und Rückspiel machte Rüdiger City-Starstürmer Erling Haaland fast durchgehend zu einer Randfigur.

«Ich glaube, in solchen Spielen wird Haaland auch nicht oft ausgewechselt. Dass das geschehen ist, ist ein großer Verdienst von Antonio», zeigte sich der Mittelfeldspieler begeistert. Während der Norweger Haaland enttäuscht vom Platz schlich, sprang Kroos Rüdiger als Erster in die Arme. «Du kannst Emotionen zeigen?», scherzte der Abwehrspieler nach der Partie bei Instagram in Richtung des manchmal nordisch-kühl anmutenden Kroos.

Wechselbad der Gefühle

Rüdiger selbst pustete erst einmal kurz durch, als seine Kollegen schon vor den mitgereisten Real-Fans hüpften, ehe er dann auch die Feierlichkeiten wieder aufnahm. «Wir kämpfen immer - wir glauben immer dran, wir geben niemals auf!», schrieb er bei Instagram.

Denn der gebürtige Berliner hätte auch zur tragischen Figur werden können. Vor dem Ausgleich der Engländer zum 1:1 in der regulären Spielzeit hatte er den Ball unglücklich vor die Füße von Kevin De Bruyne geklärt. «Rüdiger, vom Fehler zur Ekstase im Etihad», schrieb «Mundo deportivo».

«Maximal-Mitleid mit City», hieß es von der «Sport». Denn der englische Meister hatte die Madrilenen mit seinem Ballbesitzfußball praktisch 120 Minuten lang eingeschnürt - und musste am Ende doch den Traum vom zweiten Triple in Folge begraben. Wie schon 2022 verzweifelten die Engländer an der Kaltschnäuzigkeit der Spanier.

Dank von Guardiola

Gegen Ende des Spiels sei «so ein bisschen auch das Elfmeterschießen» das Ziel gewesen, gab Kroos zu, «weil City deutlich näher dran war, noch ein Tor zu machen». Von einem glücklichen Halbfinal-Einzug für die Königlichen wollte der 34-Jährige aber nichts wissen: «Wenn man beide Partien zusammennimmt, ist es, glaube ich, nicht unverdient, dass wir weitergekommen sind.»

«Wir haben alles getan», sagte City-Trainer Pep Guardiola und konnte seinen Spielern kaum Vorwürfe machen. «Wir haben die Chancen kreiert, aber im Fußball geht es darum, Tore zu schießen, und Madrid hat es vom Elfmeterpunkt aus besser gemacht. Aber ich habe die Gelegenheit, mich bei diesen Spielern von ganzem Herzen zu bedanken. Die Leistung, der Einsatz war außergewöhnlich.»

Im Halbfinale warten nun die Bayern auf Real. Beim letzten Aufeinandertreffen 2018 zogen die Königlichen ins Finale ein. «Klar, wir freuen uns drauf», sagte Kroos, der aber zunächst nur den Clásico an diesem Sonntag gegen den FC Barcelona im Blick hatte. Mit einem Sieg könne man «vielleicht ein kleines Häkchen» an der Meisterschaft machen, meinte der Mittelfeldspieler. Dann kann der mögliche Gewinn des 15. Henkel-Potts der Club-Geschichte wieder in den Fokus rücken.

© dpa ⁄ David Langenbein, Jörg Soldwisch und Nils Bastek, dpa
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