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Deschamps fühlt mit gesperrtem Pogba: «Macht mich traurig»

Er ist einst einer der besten Mittelfeldspieler der Welt, jetzt scheint die Karriere von Paul Pogba vorbei zu sein. Ein ehemaliger Trainer fühlt mit dem Ex-Weltmeister.
Paul Pogba und Didier Deschamps
Hat Mitgefühl mit Paul Pogba nach dessen Dopingsperre: Didier Deschamps. © Vadim Ghirda/AP/dpa

Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps hat Mitgefühl mit Ex-Weltmeister Paul Pogba, der nach einem positiven Doping-Test vor den Scherben seiner Karriere steht.

«Seine Situation macht mich traurig und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie sich wieder bessern wird. Ich möchte auf jeden Fall daran glauben», sagte der 55-jährige Deschamps in einer von mehreren französischen Medien verbreiteten Erklärung: «Ich kann natürlich nicht unberührt von seinem Schmerz bleiben, wenn man bedenkt, was er in der Nationalmannschaft alles erreicht hat.»

Für vier Jahre gesperrt

Der 30 Jahre alte Pogba von Juventus Turin wurde am Donnerstag vom zuständigen italienischen Sportgericht für vier Jahre gesperrt. Pogba war im August nach einem Serie-A-Spiel zwischen Juve und Udinese Calcio positiv auf Testosteron getestet worden. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis. Pogba wird vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas in der Schweiz in Berufung gehen.

«Ich kann mir nicht einen Moment lang vorstellen, dass Paul die Absicht oder den Willen hatte zu dopen», sagte Deschamps: «Da ich ihn gut kenne, weiß ich, dass dies überhaupt nicht seiner Denkweise entspricht.»

Nun gebe es aber auch die Fakten. «Das Vorhandensein des unerlaubten Hormons ist unbestreitbar», sagte Deschamps: «Das Problem ist da und Paul wird einen neuen Kampf führen müssen, um sich zu verteidigen, und die Richter davon überzeugen müssen, dass er nicht wissentlich verbotene Mittel eingenommen hat.»

Pogba reagiert geschockt

Pogba, unter Deschamps Weltmeister 2018 in Russland, war bereits seit Anfang September vorübergehend vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Er gab auch zu, ein Nahrungsmittelergänzungsmittel eingenommen zu haben, auf dessen Beipackzettel auf leistungsfördernde Substanzen hingewiesen wird.

Pogba hatte am Donnerstag geschockt auf das Urteil reagiert. «Ich wurde heute über die Entscheidung informiert und bin der Ansicht, dass das Urteil falsch ist. Ich bin traurig, schockiert und untröstlich, dass mir alles, was ich mir in meiner Profikarriere aufgebaut habe, genommen wurde», schrieb der Mittelfeldspieler bei Instagram.

© dpa
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