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RB Leipzig frustriert und sauer nach Manchester

Zweimal in nur 26 Tagen spielte Leipzig in Wolfsburg. Und zum zweiten Mal verlor man gegen diesen kriselnden Gegner. Nun fliegt RB angefressen und mit einem 0:7-Rucksack nach Manchester.
Xavi Simons
Leipzigs Xavi Simons geht nach dem Spiel gegen Wolfsburg vom Feld. © Swen Pförtner/dpa

Marco Rose kochte vor Wut. Nach der erneuten Niederlage beim VfL Wolfsburg ließ der Trainer von RB Leipzig seinen Ärger vollen Lauf. Erst faltete er seine Profis in der Kabine zusammen, dann bekam der Co-Trainer des VfL seinen Frust lautstark im Kabinengang zu spüren. Nach dem Pokal-Aus rutschte RB nach dem 1:2 in der Autostadt aus den Champions-League-Rängen. Die einzig greifbare Titelchance neben der Königsklasse rückt mit elf Zählern Rückstand in der Fußball-Bundesliga auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen in immer weitere Ferne. «Das ist nicht gut, bei dem, was wir vorhaben», sagte Rose.

Nach dem 0:2 beim damaligen Schlusslicht Mainz 05 und dem 0:0 gegen den Abstiegskandidaten Bochum ist die Meister-Reife nach dem XXL-Umbruch trotz der vielversprechenden Neuzugänge noch nicht spürbar. «Die Punkte, die wie in diesem Jahr verloren haben, waren in den Spielen, in denen wir das Gefühl hatten, wir waren besser», sagte Yussuf Poulsen, der den frühen Rückstand durch Jonas Wind (9.) nach 52. Minuten ausgleichen konnte, ehe der Brasilianer Rogerio mit seinem ersten Bundesliga-Tor das 2:1 für den VfL erzielte.

«Wir hatten zwei einhundertprozentige Torchancen, auf 2:1 zu stellen. Im Vergleich zum Pokalspiel haben wir inhaltlich einen Schritt nach vorne gemacht», analysierte Rose. Dann redete er sich erneut in Rage. «Ich bin richtig sauer auf das, was wir hier am Ende heute mitnehmen: nämlich nichts!» Sein Team habe viele Dinge richtig gemacht. «So oft, wie wir heute torgefährlich geworden sind. So wenig, wie wir heute zugelassen haben: Da ist es einfach bitter, dass wir das Spiel verlieren», sagte er.

Im Kabinentrakt zoffte er sich dann noch mit VfL-Assistent Aaron Briggs. Es ging bei diesem Streit um eine Szene, die zwar nicht spielentscheidend, aber doch sinnbildlich für einen völlig misslungenen Leipziger Nachmittag war. In der 31. Minute lieferten sich die beiden Belgier Lois Openda und VfL-Profi Sebastiaan Bornauw einen Zweikampf im Strafraum, den der Schiedsrichter erst mit einem Elfmeter für RB, dann aber nach Ansicht der Videobilder mit einer Gelben Karte wegen Schwalbe für Openda ahndete. Da ging Rose noch mit. Doch: «Ich habe mich nur darüber aufgeregt, dass der Kollege von Niko Kovac nicht nur einmal, sondern mehrfach Gelbe Karten gefordert habe. In dem Moment geht mir das zu weit. Das mag ich gar nicht.»

Nun reist RB an diesem Montag nach dem Abschlusstraining am Leipziger Cottaweg mit viel Frust nach Manchester - und mit einer historischen 0:7-Niederlage im Rucksack. Nach der Schmach im März im Achtelfinale beim späteren Champions-League-Sieger wird es ein willkommener Härtetest. Leipzig hat die K.o.-Runde schon gebucht, kann also frei und mutig aufspielen. «Das wird keine Klassenfahrt, kein Ausflug. Wir wollen uns da zeigen, uns beweisen», sagte Rose unmissverständlich. Zuvor sollen sich die Spieler kritisch hinterfragen. «Und nicht nach Hause fahren und sagen: Wir waren heute ganz anständig unterwegs, aber wir hatten halt Pech. Das reicht mir nicht. Ich will, dass wir den nächsten Schritt machen, was unsere Haltung betrifft.»

© dpa ⁄ Frank Kastner und Sebastian Stiekel, dpa
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