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Schäden durch Unwetter: Wohl kein Tornado in Gröditz

In Sachsen haben am Dienstag Gewitter und starker Wind mancherorts Verwüstungen hinterlassen, in Gröditz gab es eine Superzelle, aber wohl keinen Tornado. Am Freitag kommt das nächste Unwetter.
Unwetter in Gröditz
Umgestürzte und abgeknickte Bäume am Rande einer Straße. Im Landkreis Meißen hat ein Unwetter am Dienstag teils erhebliche Schäden verursacht, in Gröditz gab es möglicherweise einen Tornado. © Andreas Richter/dpa

Bäume sind auf Autos gestürzt, haben eine Stromleitung beschädigt und Dächer sind abgedeckt worden: Ein Unwetter hat am Dienstagabend in Sachsen teils erhebliche Schäden verursacht. Erste Meldungen über einen angeblichen Tornado in Gröditz im Landkreis Meißen bestätigten sich am Mittwoch aber zunächst nicht. «Einen Tornado können wir nach aktueller Sachlage nicht bestätigen», sagte ein Sprecher der Tornado-Expertengruppe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch auf Anfrage.

Fahrzeuge von Bäumen getroffen - ein Mann lebensgefährlich verletzt

Das Unwetter hatte in Gröditz (Landkreis Meißen) teils erhebliche Schäden verursacht. Nach Angaben einer Stadtsprecherin waren zahlreiche Bäume umgekippt, Dächer abgedeckt sowie eine Hochspannungsleitung, eine Bahnstrecke und Autos beschädigt worden. Die Feuerwehr war auch am Mittwoch noch im Einsatz. Im nahegelegenen Großthiemig (Brandenburg) wurde ein 58-Jähriger in einem Auto schwer verletzt. Nach Polizeiangaben war ein Baum auf das Fahrzeug gefallen, Fahrer und Beifahrer wurden eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite die beiden aus dem Wagen. Der 58-Jährige wurde in ein Spezialkrankenhaus nach Dresden gebracht.

Zugstrecke und Straße bei Gröditz gesperrt

Die Straße zwischen den Ortsteilen Nauwalde, Spansberg und Schweinfurth ist aufgrund der umgeknickten Masten der Hochspannungsleitung gesperrt. Auf einer beschädigten Bahnstrecke in Gröditz ist wegen Bäumen in der Oberleitung derzeit kein Zugverkehr möglich.

Auch die Zugstrecke zwischen Dresden und Berlin bleibt am Mittwoch aufgrund eines unwetterbedingten Schadens an der Oberleitung gesperrt. Wie lange die Streckensperrung noch bestehen wird, ist laut der Deutschen Bahn noch unklar.

Unwetterschäden auch anderswo - Leipziger Fanzone geschlossen

Unwetterschäden gab es auch andernorts: In Leipzig stürzten Bäume auf sechs Fahrzeuge. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich dabei um geparkte Autos. Angaben der Polizei zufolge waren vor allem der Leipziger Südwesten bis Norden sowie die Stadt Markranstädt betroffen.

Die EM-Fanzone auf dem Augustusplatz wurde aufgrund des Unwetters am Dienstagnachmittag von den Veranstaltern kurzfristig vorübergehend geschlossen. Kurz vor Spielbeginn veranlasste eine weitere Unwetterwarnung das endgültige Aus des Fanfestes für den Tag.

Im Landkreis Görlitz wurden ebenfalls drei parkende Autos von Bäumen getroffen. Eine Straße bei Trebendorf im Ortsteil Mühlrose sei wegen der Gefahr von umkippenden Bäumen gesperrt worden, teilte ein Sprecher der Polizei Görlitz mit.

Superzelle in Gröditz denkbar

Nach ersten Untersuchungen des DWD handelte es sich bei dem Wetterphänomen in Gröditz um eine sogenannte Superzelle. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um rotierende Gewitter, die nicht nur großen Hagel, sondern auch Orkanböen und Tornados hervorbringen können. Nach Sichtung von Radarbildern deute derzeit viel darauf hin, dass die Ursache für die Schäden geradlinige Winde (Fallböen) gewesen seien. «Zudem liegen uns auch keine Aufnahmen eines Tornados vor», hieß es.

Endgültige Klarheit kann demnach nur eine Untersuchung der Schäden und des Schadensmusters vor Ort bringen. Dies würde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür müsste auch das Fallmuster von Bäumen untersucht werden. Die Tornado-Experten gingen aber aufgrund der Bilder davon aus, dass die Windgeschwindigkeiten in Gröditz höher als 140 Kilometer pro Stunde gewesen sein müssen.

Für Freitag erneute Unwetterlage in Sachsen erwartet

«Für Freitag deutet sich in der zweiten Tageshälfte eine erneute Unwetterlage an», sagte Florian Engelmann vom DWD auf Anfrage. Dabei sei mit Starkregen zu rechnen, aber auch Sturm und Hagel seien nicht auszuschließen. Noch sei unklar, wie heftig das Unwetter am Freitag den Freistaat treffe, betonte Meteorologe Engelmann. Es werde aber auf jeden Fall mehr Regen fallen als am Dienstag. Wie hoch die Windgeschwindigkeiten sein würden, lasse sich noch nicht einschätzen.

© dpa
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