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Briefgeschäft der Deutschen Post schrumpft deutlich

Im Digitalzeitalter sinkt die Nachfrage nach Briefen schon lange. Dieser Strukturwandel beschleunigt sich nun. Pakete sind hingegen gefragt.
Ein Briefträger bei der Arbeit
Eine Briefträgerin der Deutschen Post fährt auf ihrem Postfahrrad. © Monika Skolimowska/dpa

Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Briefe befördert als zuvor. Die Sendungsmenge sei 2023 um 5,6 Prozent auf rund 12,6 Milliarden gesunken, teilte der Postkonzern DHL am Mittwoch in Bonn mit. 2022 war es nur ein Minus von 0,3 Prozent gewesen, in den Jahren davor hatte sich der Rückgang in der Spanne von 2 bis 3 Prozent bewegt. Grund für die sinkende Nachfrage ist die Digitalisierung - viele Menschen nutzen Mails oder Chats für die Kommunikation und verzichten daher auf Briefe.

Die Nachfrage nach Paketen steigt hingegen, vor allem weil ein großer Teil der Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig bei Online-Händlern bestellt. Die Sendungsmenge der von DHL in Deutschland beförderten Pakete erhöhte sich im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf rund 1,7 Milliarden. Der Bonner Logistiker ist im Brief- und Paketgeschäft mit großem Abstand Marktführer in Deutschland.

Bei der Beförderung von Briefen muss sich die Post an Regeln halten, die aus den 90er Jahren stammen, etwa dass 80 Prozent der heute eingeworfenen Briefe am nächsten Werktag ankommen müssen. Im Rahmen einer Gesetzesnovelle sollen sich diese Vorgaben dem veränderten Bedarf anpassen und der Zeitdruck für die Post soll sinken - dann könnte der Bonner Konzern seine Kosten senken.

Die nun vorgelegten Jahreszahlen der Post zum Briefgeschäft dürften ein weiteres Argument dafür sein, dass das veraltete Gesetz dringend geändert werden muss. Bis zum Ende des Frühjahrs soll die Novelle abgeschlossen sein.

© dpa
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