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Sexualisierte Gewalt: Bistum Hildesheim will neue Studie

Das Bistum Hildesheim hat eine neue Studie zur Aufdeckung von sexualisierter Gewalt und anderen Formen physischer und psychischer Gewalt in der Diözese ausgeschrieben. Ziel der Studie ist es, Taten zu benennen, Täter zu identifizieren sowie Verantwortliche und Bedingungen aufzudecken, wie der Sprecher des Bistums Hildesheim am Freitag mitteilte. Eine besondere Aufmerksamkeit liege auf den Folgen der Taten für Betroffene. Das Bistum habe sich eng mit der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord abgestimmt und den Betroffenenrat Nord mit einbezogen.
Dom Mariä Himmelfahrt
Die Silhouette vom Dom Mariä Himmelfahrt zu Hildesheim. © Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

«Im Bistum Hildesheim hat es über viele Jahre immer wieder Fälle von sexualisierter Gewalt gegeben, die ganz klar als Verbrechen einzustufen sind», sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, der die Studie in Auftrag gegeben hat. Das habe zu unfassbarem Leid bei Betroffenen geführt. Diesen Menschen müsse geholfen werden, geschehenes Unrecht aufzuarbeiten und alles dafür zu tun, dass sich so etwas nicht wiederhole. Mit der neuen Studie soll laut Wilmer der Blick auf die jüngere Vergangenheit bis in die Gegenwart gerichtet werden.

Die Untersuchung soll aus zwei Teilstudien bestehen, die den Zeitraum von 1945 bis 2024 abdecken. Eine Teilstudie soll sexualisierte Gewalt in Kinder- und Jugendeinrichtungen im Bistum Hildesheim in den Blick nehmen, um Strukturen herauszuarbeiten, die Gewalt ermöglicht haben. Die andere Teilstudie soll die Lebensgeschichten von Betroffenen in den Fokus stellen, sich aber auch mit Tatverdächtigen und Pfarrgemeinden, in denen die Taten geschahen, befassen.

Geplant sei zunächst ein Untersuchungszeitraum von zwei Jahren, der jedoch verlängert werden könne. Vorgesehen seien dabei regelmäßige Zwischenberichte. Das Bistum verstehe die Aufarbeitung als einen Prozess, der keinen klar definierten Schlusspunkt habe, sondern eine dauerhafte Verpflichtung darstelle, teilte der Sprecher weiter mit. Für die Studie können sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis Ende Juni bewerben. Die neue Studie ist laut Bistumssprecher nach zwei vorherigen in den Jahren 2017 und 2021 das dritte Aufarbeitungsvorhaben im Bistum Hildesheim.

© dpa
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