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Zahl der Arbeitslosen steigt

Dass die Arbeitslosigkeit im Winter steigt, ist nicht ungewöhnlich. Gleichzeitig fehlen auch an vielen Stellen Fachkräfte. Wirtschaftsminister Madsen sieht die Verantwortung auch bei den Unternehmen.
Agentur für Arbeit
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Erwerbslosen in Schleswig-Holstein ist im November auf 87.300 gestiegen. «Die Arbeitsmarktentwicklung hat sich über die vergangenen Monate abgeschwächt», sagte der Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur, Markus Biercher, am Donnerstag. «Verglichen mit der gedämpften Konjunktur ist der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein dennoch weiterhin stabil.»

Im Vergleich zum Monat Oktober gibt es der Agentur für Arbeit im November zufolge ein Plus von 1300 Arbeitslosen. Derzeit liege die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent - im November des vergangenen Jahres betrug sie 5,2 Prozent.

Gleichzeitig würde in vielen Gewerben, wie etwa im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel oder am Bau auch noch Personal gesucht. «Aktuell haben die Arbeitsagenturen 25.800 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand», erklärte der Chef der Regionaldirektion. Dies sei ein Minus von 3300 Stellen zum Niveau des Vorjahres.

«Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind in konjunkturunabhängigeren Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, im öffentlichen Dienst, aber auch in der Metall- und Elektroindustrie Arbeitsplätze entstanden», sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Im Handel und bei sonstigen Dienstleistungen gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.

Madsen fordert daher mehr Flexibilität und attraktive Arbeitsbedingungen von den Unternehmen, um dem Fach- und Arbeitskräftemangel im Land entgegenzuwirken. «Die Attraktivität von Arbeitsplätzen ist entscheidend für die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften aus dem In- und Ausland und wichtig für Erwerbsmigranten», betonte der Minister.

Ebenso müsste auch die Beschäftigung von Geflüchteten in Betracht gezogen werden. Madsen erklärte dazu: «Fehlende berufliche Fähigkeiten oder Sprachkenntnisse dürfen dabei kein Hindernis sein, da sie sich auch im Job oder während der Ausbildung mithilfe verschiedener Unterstützungsangebote verbessern lassen.»

Ähnlich argumentierten die Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord, die durch mangelndes Personal nicht nur die Transformation der Industrie in Gefahr sehen, sondern auch die Wirtschaftskraft Deutschlands.

«Um Personalengpässe zu überwinden, brauchen die Betriebe nicht nur eine intensive Werbung um Arbeitskräfte im Ausland und eine deutlich erleichterte Zuwanderung, sondern auch moderne Arbeitszeitregeln, eine flexiblere Qualifizierungsförderung, eine flächendeckende Kinderbetreuung und insgesamt eine industrie- und arbeitgeberfreundlichere Politik», forderte daher der Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände, Nico Fickinger.

© dpa
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