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Warnstreik im Busverkehr: Verhandlungen werden schwierig

In vier großen Städten in Schleswig-Holstein ruht der Busverkehr. Ab Donnerstag soll der Streik ausgeweitet werden. Eine Einigung bei den Tarifverhandlungen scheint hingegen in weiter Ferne.
Streik der öffentlichen Busunternehmen
Ein Banner mit der Aufschrift „ wir streiken“ hängt vor dem Eingang zum Betriebshof der Kieler Verkehrsgesellschaft. © Axel Heimken/dpa

Pendler müssen seit Mittwochmorgen in vier großen Städten in Schleswig-Holstein Alternativen für den Bus zur Arbeit finden. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der öffentlichen Busunternehmen in Schleswig-Holstein zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Kunden in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster müssen sich bis Freitag auf Ausfälle gefasst machen.

Die Gewerkschaft fordert neben Einführung einer 35-Stunden-Woche die Begrenzung der Schichtlänge auf maximal zehn Stunden. Ebenfalls wird eine Mindestruhezeit von zwölf Stunden verlangt. Die Laufzeit der Vereinbarung soll zwölf Monate betragen.

Geplant ist im Rahmen des Warnstreiks auch eine Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel, bei der am Freitag mehr als 2000 Beschäftigte erwartet werden, wie Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring mitteilte. Denen sollen sich dann auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der privaten Busunternehmen anschließen, die ab Donnerstag in den Streik treten.

Die Gewerkschaft hatte die am Dienstag stattgefundene dritte Tarifrunde für die Beschäftigten im Tarifbereich des Omnibusverbandes Nord (OVN) als «pure Provokation» empfunden. «Wir hätten ein starkes Signal der Arbeitgeber an die Beschäftigten erwartet», so Bähring. Stattdessen beinhalte das Angebot der Arbeitgeber unter anderem eine Arbeitszeitverlängerung sowie Lohnabsenkungen und werde von der Gewerkschaft abgelehnt.

Der Geschäftsführer des Omnibusverbandes Nord, Joachim Schack, erwartet hingegen mehr Entgegenkommen von Verdi. Es helfe den Verhandlungen nicht, dass die Gewerkschaft immer reflexartig auf den alten Forderungsstand zurückspringe, betonte er. Verkehrsunternehmen hätten zudem langjährige Verträge mit ihren Auftraggebern, in denen Lohnausgleichszahlungen nicht vorgesehen seien. Stattdessen würden mit den Warnstreiks, neben den Busunternehmen, nur die Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler belastet: «Es trifft die Falschen», so Schack.

Am kommenden Montag gebe es dann weitere Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der öffentlichen Busunternehmen, sagte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky. Er erwarte schwierige Verhandlungen und hoffe auf ein vernünftiges Angebot der Arbeitgeber. Ebenso soll es am fünften März weitere Verhandlungen für die Beschäftigten der privaten Busunternehmen geben.

© dpa
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