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Bombenentschärfung in Kiel: Großflächige Räumung steht an

Erneut wird am Dienstag in Kiel eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Doch diesmal ist es ein Sprengkörper mit besonderen Dimensionen.
Kampfmittelräumdienst
Der Schriftzug «Kampfmittelräumdienst» ist an einem Einsatzfahrzeug angebracht. © Frank Molter/dpa

Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg gehören in Kiel fast zum Alltag - doch der britische Sprengkörper, der am Dienstag entschärft werden soll, hat eine besondere Dimension: Die sogenannte Luftmine ist 1,8 Tonnen schwer und mehr als zwei Meter lang. Luftminen seien mit die größten Bomben, die im Zweiten Weltkrieg abgeworfen wurde, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die meisten Fliegerbomben, die in Kiel gefunden werden, wiegen 250 beziehungsweise 500 Kilogramm. Kiel war als Marine- und Werftstandort ein wichtiges Bombenziel. Nach Angaben der Stadt fielen insgesamt bei 90 Luftangriffen 44.000 Sprengbomben, 900 Minenbomben und rund 500.000 Brandbomben. Erst am Sonntag ist im Stadtteil Elmschenhagen eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe entschärft worden.

Auf den Blindgänger, der am Dienstag entschärft werden soll, sind Mitarbeiter des Marinearsenals vorige Woche im Bereich des Molenkopfes aufmerksam geworden. Zur Entschärfung muss die Bombe, die unter Wasser liegt, zunächst mittels Kran auf einen schwimmenden Ponton gehoben und zur Höhe Holtenauer Reede in die Förde gezogen werden. Nach Sicherung des Pontons auf Stelzen und anschließender Ankerung kann die Entschärfung der Bombe durch die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes erfolgen. 

Rund 170  Menschen aus dem Stadtteil Kiel-Holtenau und knapp 1500 Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem auf der anderen Seite der Kieler Förde liegenden Heikendorf (Kreis Plön) müssen ihre Wohnungen bis 10.00 Uhr am Dienstag verlassen. Auch die Schleuse in Holtenau und die Kieler Förde sind von der Sperrung betroffen. Im Zuge der Räumung werden die Beamten demnach mehrere Straßen, die Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal sowie die Kieler Förde von See kommend sperren. Schiffe im betroffenen Bereich müssten ebenfalls evakuiert werden. Es könne unter Umständen zu Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. 

© dpa
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