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Experten entschärfen «Wohnblockknacker» auf Kieler Förde

Es war der größte in Schleswig-Holstein bislang gefundene Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Experten des Kampfmittelräumdienstes haben auf der Kieler Förde eine 1,8-Tonnen-Luftmine entschärft.
Bombenentschärfung auf der Kieler Förde
Einsatzfahrzeuge stehen vor dem Gemeindehaus im Stadtteil Holtenau, um Anwohner wegen einer Bombenentschärfung zu betreuen. © Axel Heimken/dpa

Experten des Kampfmittelräumdienstes haben auf der Kieler Förde am Dienstag eine große Fliegerbombe unschädlich gemacht. «Es handelte sich um die größte bislang in Schleswig-Holstein gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg», sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zur Entschärfung wurde die Bombe zunächst mittels Kran auf einen schwimmenden Ponton gehoben. Nachdem die Experten die 1,8 Tonnen schwere Luftmine darauf unschädlich gemacht hatten, sollte diese an Land und später zum Bombenlager des Kampfmittelräumdienstes gebracht werden.

Bei dem sogenannten Wohnblockknacker aus der Kieler Förde handele sich um einen Zufallsfund, sagte die Polizeisprecherin. Soldaten des 3. Minensuchgeschwaders aus Kiel hätten den mehr als zwei Meter langen britischen Blindgänger bei einer Übung in der vergangenen Woche entdeckt und den Kampfmittelräumdienst informiert. Die Luftmine verfügte über drei Zünder.

Da die Entschärfung mitten auf der Förde stattfand, mussten trotz eines großen Sperrradius vergleichsweise wenig Gebäude evakuiert werden. Bis zu rund 170 Menschen aus dem Stadtteil Kiel-Holtenau und knapp 1500 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem auf der anderen Seite der Förde liegenden Heikendorf (Kreis Plön) mussten für die Arbeiten am Morgen ihre Wohnungen verlassen. Gesperrt wurde auch ein Teil der Kieler Förde. Diese war ab dem Leuchtturm Friedrichsort von See kommend vorübergehend gesperrt. Auch die Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Holtenau musste für Bergung und Entschärfung der Bombe vorübergehend den Dienst einstellen.

Luftminen gehören nach Angaben der Polizei zu den größten Bomben, die im Zweiten Weltkrieg abgeworfen wurden. Die meisten Fliegerbomben, die in Kiel gefunden werden, wiegen 250 beziehungsweise 500 Kilogramm. Kiel war als Marine- und Werftstandort ein wichtiges Bombenziel. Nach Angaben der Stadt fielen bei 90 Luftangriffen 44.000 Sprengbomben, 900 Minenbomben und rund 500.000 Brandbomben. Erst am Sonntag war im Stadtteil Elmschenhagen eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe entschärft worden.

© dpa
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